Meldung
10.08.2022

Brasilien: Absatzmarkt für Augenoptik wächst weiter

Immer mehr Brasilianer benötigen eine Sehhilfe. Bevölkerungswachstum und demografische Entwicklung lassen eine weitere Zunahme der Nachfrage erwarten. Das eröffnet Lieferchancen für deutsche Produkte.

Flagge Brasiliens; Quelle: istock/terraxplorer
© istock/terraxplorer

Brasiliens Augenoptik-Markt erholt sich derzeit vom Einbruch in der Coronakrise. Experten erwarten für 2022 einen Anstieg der Umsätze um rund neun Prozent. Neben einem großen Nachholbedarf verspricht vor allem der fortschreitende Alterungsprozess der brasilianischen Gesellschaft weiteres Wachstumspotenzial. Im Vergleich mit anderen lateinamerikanischen Staaten hat Brasilien eine der ältesten Bevölkerungen: Bis 2060 wird jeder vierte Brasilianer über 65 Jahre alt sein. Darüber hinaus spricht die intensive Nutzung digitaler Medien gerade unter den jüngeren Menschen für einen stark steigenden Bedarf an augenmedizinischen Leistungen. Branchenverbände gehen davon aus, dass bereits heute das Sehvermögen etwa der Hälfte der brasilianischen Gesellschaft beeinträchtigt ist.

Die Lieferchancen für ausländische Unternehmen sind grundsätzlich sehr gut, da Brasilien rund 95 Prozent aller Waren und Vorprodukte für die Augenoptik importiert. Deutschland bleibt ein bedeutendes Lieferland. In der Warengruppe für optische Instrumente, Apparate und Geräte (SITC-Position 871) war Deutschland 2021 der drittwichtigste Importeur nach China und Frankreich. Deutlich gestiegen sind die Einfuhren von optischen Waren (SITC-Position 884) aus Deutschland.

Vor der Einfuhr von Augenoptik bzw. Medizintechnik ist die Registrierung des Produktes und des Importeurs bei der Gesundheitsbehörde Anvisa erforderlich. Erfreulich für deutsche Hersteller ist, dass die Behörde sowohl die Marktzulassung von Medizinprodukten als auch die Importabwicklung zuletzt deutlich beschleunigt hat. Auch die Zertifizierung durch das Institut für Messtechnik Inmetro verläuft immer schneller und einfacher.

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