Meldung
04.08.2022

Marokko: Einfuhrbestimmungen für Medizinprodukte ohne größere Hürden

Im Vergleich zu vielen Drittstaaten sind Marokkos Vorgaben für die Einfuhr von Medizintechnik überschaubar. Wichtig ist die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit den zuständigen lokalen Behörden.

Flagge von Marokko
© fotolia.com/ railwayfx

Dank des Europa-Mittelmeer-Abkommens können medizinische Geräte mit Ursprung in der Europäischen Union zollfrei in Marokko eingeführt werden. Die marokkanische Einfuhrumsatzsteuer fällt grundsätzlich bei jeder Wareneinfuhr in das marokkanische Zollgebiet an. Der Regelsatz liegt bei 20 Prozent und kommt auch bei der Einfuhr medizinischer Geräte zur Anwendung. Die Zollabfertigung erfolgt zunehmend digital über die Zolldatenbank Base Automatisée des Douanes en Réseau (BADR). Die Zollbehörde prüft außerdem im Rahmen einer Risikoanalyse, ob die Waren Verboten und Beschränkungen unterliegen. BADR ist auch mit dem neuen „Single Window“-System PortNet verbunden. PortNet bietet zahlreiche Dienstleistungen rund um die Zollabfertigung in Marokko an.

Betriebe, die medizinische Geräte produzieren, exportieren, importieren, vertreiben oder instand halten, müssen beim marokkanischen Gesundheitsministerium registriert sein. Die zuständige Abteilung ist die Direction du médicament et de la pharmacie (DMP). Auch die medizinischen Geräte selbst, die auf dem marokkanischen Markt eingeführt werden sollen, müssen dort registriert werden. Eine zusätzliche Auflage gibt es für Röntgenapparate. Hier ist neben der Registrierung auch eine Genehmigung mit der Bezeichnung „Autorisation d'importation de substances radio-actives naturelles ou artificielles“ notwendig.

Weitere Informationen zu Einfuhrverfahren, Warenbegleitdokumenten, zu zahlenden Abgaben sowie Verboten und Beschränkungen in Marokko finden Exporteure in der Publikation „Zoll und Einfuhr kompakt – Marokko“ von Germany Trade & Invest (GTAI).

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