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12.07.2022

Der private Gesundheitssektor ist Taktgeber in Bangladesch

In Bangladesch besteht großer Nachholbedarf bei der medizinischen Versorgung. Das eröffnet Geschäftschancen besonders im privaten Sektor.

Flagge von Bangladesh flattert im Wind
© stock.adobe.com/ sezerozger

Eine alternde aber auch wachsende Bevölkerung in Bangladesch führt dazu, dass die Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen kontinuierlich wächst. Die Gesundheitsausgaben sind zwischen 2010 und 2020 um jährlich etwa 10 Prozent auf rund 10 Milliarden US-Dollar (9,8 Milliarden Euro) angewachsen.

Zwar gehört das Land nach wie vor zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt, doch in den letzten Jahren ist auch hier eine kaufkräftige Mittel- und Oberschicht entstanden, die professionelle Gesundheitsleistungen bezahlen kann. Das Angebot von privaten Gesundheitsdienstleistungen wächst seit Jahren rasant. Die Zahl der Privatkliniken ist seit 2012 von knapp 3.000 auf 5.300 in 2019 angestiegen. Laut einer Prognose von Bangladesh Health Watch zieht das Investoren aus dem Ausland an, die vor allem Krankenhäuser mit einer breiten Angebotspalette eröffnen – die sogenannten Super Speciality Hospitals.

Rund 70 Prozent der Gesundheitsausgaben werden von den Patienten aus eigener Tasche bezahlt. Davon profitieren vor allem die privaten Dienstleister, was wiederum gute Absatzchancen für die Medizintechnikbranche bedeutet. Bangladesch bezieht 85 Prozent der medizintechnischen Ausrüstung aus dem Ausland. Es wird erwartet, dass sich der Umsatz bis 2025 gegenüber 2020 auf 820 Millionen Dollar (805 Millionen Euro) fast verdoppelt.

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