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10.06.2022

Kräftiges Wachstum deutscher Pharmaexporte nach Griechenland

Seit Jahrzehnten dominieren deutsche Waren die griechischen Einfuhren. Insbesondere bei Medikamenten bleibt „Made in Germany“ ein Gütesiegel: Griechenland importierte 2021 rund 25 Prozent mehr Pharmaprodukte aus Deutschland.

Flagge Griechenland; Quelle: Colourbox.de
© Quelle: Colourbox.de

Trotz steigender Energie- und Rohstoffpreise sowie der Unsicherheit durch den Ukrainekrieg befindet sich die griechische Wirtschaft auf Wachstumskurs. Die Europäische Kommission geht für das Jahr 2022 von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 3,5 Prozent aus.

Die griechischen Importe von Waren und Dienstleistungen werden den Prognosen der Europäischen Kommission zufolge im laufenden Jahr um 7,9 Prozent zulegen. Mit seinen rund zehn Millionen Einwohnern stellt Griechenland einen relativ kleinen Markt dar. Deutschland ist aber seit mehr als 30 Jahren der wichtigste Handelspartner, gefolgt von Italien und China. Die griechischen Einfuhren aus Deutschland legten 2021 im Vergleich zum Vorjahr um rund 17,5 Prozent zu. Der griechische Gesundheitsmarkt ist insbesondere bei hoch technologischen Produkten und Medikamenten stark von Importen abhängig. So führte Griechenland im vergangenen Jahr unter anderem ein Viertel mehr Pharmaprodukte aus Deutschland ein. Die konstant positive Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass Medikamente aus Deutschland ein hohes Ansehen in Griechenland genießen und voraussichtlich auch in den kommenden Jahren sehr gefragt sein werden.

Durch die Fördermittel der Europäischen Union (EU) sind Investitionen im Gesundheitssektor vorgesehen. Griechischen Krankenhäusern stehen derzeit rund 317 Millionen Euro für medizintechnische Ausrüstung und die Renovierung zur Verfügung. Mit 278 Millionen Euro sollen E-Health-Anwendungen gefördert werden. Etwa 273 Millionen Euro stehen für die Verbesserung der gesundheitlichen Primärversorgung bereit. Auch in diesem Bereich ergeben sich also gute Chancen für deutsche Hersteller.

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