Meldung
20.04.2021

Neue europäische Behörde für Notfallmaßnahmen im Gesundheitswesen

Wie kann sich Europa künftig besser auf gesundheitliche Krisen vorbereiten und entsprechend reagieren? Diese Frage stellt die EU-Kommission und sammelt bis Mitte Mai Antworten in einer öffentlichen Konsultation. Auch exportorientierte Unternehmen der Gesundheitswirtschaft und ihre Verbände können Einschätzungen und Empfehlungen abgegeben.

EU-Flagge
© iStock.com/Ramberg












Die Online-Konsultation der Europäische Kommission steht im Zusammenhang mit der Gründung der Europäischen Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen (Health Emergency Preparedness and Response Authority - HERA). Die neue Krisenbehörde soll dafür sorgen, dass die EU für etwaige Gesundheitsnotlagen und Pandemien in Zukunft besser gerüstet ist. Als Baustein der Europäischen Gesundheitsunion soll HERA Europas Fähigkeit und Bereitschaft zur Reaktion auf grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren und -notlagen stärken. Stella Kyriakides, Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, erklärte, die COVID-19-Pandemie habe Lücken bei der kollektiven Krisenvorsorge und -reaktion offenbart. Deshalb soll HERA maßgeblich dazu beitragen, um gemeinsam besser auf Krisen vorbereitet zu sein und schneller handeln zu können. Um den Weg für die Behörde zu ebnen, hat die Kommission am 17. Februar den „HERA-Inkubator“ – den neuen europäischen Plan zur Vorsorge gegen biologische Gefahren im Zusammenhang mit COVID-19-Varianten – ins Leben gerufen.

Die öffentliche Konsultation ist am 31. März gestartet und läuft sechs Wochen bis zum 12. Mai. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Fragen zum EU-Rahmen für die Entwicklung, die Herstellung und den Einsatz medizinischer Gegenmaßnahmen bei Pandemien sowie zu vorausschauenden Bedrohungsanalysen und Risikobewertungen. Dabei geht es auch um Technologietransfer, die Kartierung von Lieferkettenrisiken, flexible Produktionskapazitäten sowie Forschung und Entwicklung im Bereich Impfstoffe und Medizin. Exportorientierte Unternehmen der Gesundheitswirtschaft können sich über einen Online-Fragebogen beteiligen. Im Anschluss wird die Kommission die eingegangenen Rückmeldungen bei der Ausarbeitung eines Legislativvorschlags für HERA berücksichtigen.

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