Meldung
08.02.2021

Biosimilars in Europa: Kommission berichtet über Auswirkungen des Wettbewerbs

Die Bedeutung von biologischen Arzneimitteln, einschließlich Biosimilars, nimmt für die Patienten und das Gesundheitssystem europaweit zu. Ihr steigender Marktanteil wirkt sich unter anderem auf den Preis für vergleichbare Produkt aus. Ein aktueller Jahresbericht der EU-Kommission analysiert diesen und weitere Effekte des europäischen Wettbewerbs.

Forscherin arbeitet im Labor
© istockphoto.com/ AlexRaths

Das erste Biosimilar wurde 2006 in der Europäischen Union zugelassen. Seitdem ist der Wettbewerb biopharmazeutischer Therapieoptionen ein essenzielles Element zur Verbesserung der Versorgung von Patienten. Nach Angaben des „Biotech-Report“ des vfa bio wächst der Markt durchschnittlich um 70 Prozent pro Jahr. Der aktuelle Jahresbericht The Impact of Biosimilar Competition in Europe der EU-Kommission beschreibt die Auswirkungen des Wettbewerbs von Biosimilars auf Preis, Volumen und Marktanteil in Europa.

Im Detail besteht das im Dezember 2020 veröffentlichte Whitepaper aus Beobachtungen zu insgesamt 23 wettbewerbsintensiven europäischen Märkten sowie einer Reihe von Schlüsselindikatoren (Key Performance Indicators, KPIs), die zur Überwachung der Marktentwicklung und der Auswirkungen des Wettbewerbs mit Biosimilars als geeignet erachtet wurden. Im Fokus stehen unter anderem Richtlinien für Biosimilars, Einsparpotenziale, Strategien zur Abwehr von Urheberrechtsverletzungen sowie Zukunftschancen aufgrund des biologischen Verlusts der Exklusivität. Eine zentrale Rolle spielen außerdem die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Die Jahresberichte sind für die europäische Pharmaindustrie seit langem eine wichtige Informationsquelle über den aktuellen Stand des Biosimilar-Marktes in Europa. Der Bericht 2020 wurde im Auftrag der Europäischen Kommission von IQVIA in Zusammenarbeit mit EFPIA, Medicines for Europe und EuropaBio erstellt.

Zentrale Leitidee der am 25.11.2020 vorgelegten Pharma-Strategie der EU-Kommission ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern in Europa einen gesicherten Zugang zur Arzneimittelversorgung zu gewährleisten. Mit Blick auf Lieferengpässe sollen Schwachstellen identifiziert sowie die Transparenz globaler Lieferketten und der Produktionsstandort Europa gestärkt werden. Dazu gehört auch, Hürden aus dem Weg zu räumen, die den Markzugang von Generika und Biosimilars einschränken.