Gesundheitswirtschaft
20.08.2020

Covid-19: EU-Fördermittel für die rumänische Gesundheitswirtschaft

Mit den EU-Geldern soll Rumänien Nothilfemaßnahmen im Gesundheitswesen umsetzen. Denn es mangelt vor allem an Krankenhäusern und medizinischer Ausstattung. Geplant ist etwa die Anschaffung von Beatmungsgeräten, weiteren medizinischen Geräten, Covid-19-Tests sowie mobilen oder stationären Notkrankenhäusern und Schutzausrüstungen.

Flagge Rumänien; Quelle: fotolia.com/Bernard GIRARDIN
© Quelle: fotolia.com/Bernard GIRARDIN

Die Corona-Pandemie hat mehr als deutlich gezeigt: In Rumänien bestehen deutliche Defizite in der medizinischen Infrastruktur und bei den bestehenden Versorgungsleistungen. Es gibt vor allem zu wenig Krankenhäuser, Betten für Patienten und Notfallausrüstungen. Bei einer Eskalation der Pandemie würde das zu einer völligen Überlastung der Krankenhäuser führen.

Zahlreiche Wirtschaftsakteure sind bemüht, landesweit medizinische Bedarfsartikel und Ausrüstungen bereitzustellen. Auch Spenden sollen dazu beitragen, dass z. B. Schutzmasken und -bekleidung für Krankenhäuser importiert werden können. Kurzfristig soll mit der inländischen Produktion von Beatmungsgeräten begonnen werden. Als EU-Mitgliedstaat hat Rumänien für Waren aus Deutschland keine Importbeschränkungen. Deutschland ist für Rumänien einer der wichtigsten Handelspartner.

Die Corona-Pandemie trifft rumänische Unternehmen hart. Nur wenige Branchen verzeichnen aktuell positive Entwicklungen. Dazu zählen die Produktion von medizinischen Schutzausrüstungen, Desinfektionsmitteln und Pharmazeutika sowie Segmente des Elektro- und IT-Geräte-Marktes. Mit Abklingen der Pandemie haben viele Industrieunternehmen ihre Produktion jedoch wieder aufgenommen. Die Beachtung von Sicherheits- und Abstandsmaßnahmen führt allerdings dazu, dass das Produktionsniveau nicht so hoch ist wie vor der Pandemie.
Aktuell erhält Rumänien 1,16 Milliarden Euro aus EU-Fördermitteln, um Nothilfemaßnahmen im Gesundheitswesen umzusetzen. Davon sollen 350 Millionen Euro für die Anschaffung von Beatmungsgeräten, Covid-19-Tests, mobilen oder stationären Notkrankenhäusern und für Schutzausrüstungen verwendet werden. Für rund 682 Millionen Euro werden medizinische Geräte erworben und die Generalbehörde für Notsituationen besser ausgestattet.

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