Meldung
02.07.2020

Markets International: Wie reagieren Unternehmen auf die Corona-Krise?

Globale Lieferketten haben einen hohen Stellenwert für die deutsche Wirtschaft. Das gilt auch für die exportorientierte deutsche Gesundheitswirtschaft, die in besonderem Maße von der Corona-Krise und den damit einhergehenden Auswirkungen auf den internationalen Warenverkehr betroffen ist. Das „Markets International“-Team von Germany Trade & Invest (GTAI) wagt in der neuesten Ausgabe 03/2020 einen Blick in die Zukunft.

Cover: Markets International
© Kammann Rossi/Manuel Köpp | Germany Trade & Invest

Die Corona-Krise hat zahlreichen Unternehmen vor Augen geführt, wie abhängig sie von globalen Lieferketten sind. Die Zeit ist deshalb reif, um bisherige Geschäftsmodelle neu auszurichten. So können in Zukunft vor allem Investitionen in Forschung und Entwicklung noch stärker zum Erfolg beitragen. Da der Innovationsdruck steigt, ging der Trend bereits vor der Krise dahin, F&E-Aktivitäten möglichst auch in Auslandsmärkten zu betreiben. Der Schwerpunkt-Artikel „Ideenfabriken“ deckt auf, wie Corona diese Entwicklung beschleunigen kann und was das auch für mittelständische Zulieferer bedeutet. Im Jahr 2018 haben deutsche Firmen insgesamt 72 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert – knapp fünf Prozent mehr als 2017. Hinter Informations- und Kommunikationstechnik zählt die Pharmazie und Biotechnologie zu den Branchen mit den höchsten F&E-Ausgaben (160,7 Milliarden Euro).

Der Marktbericht „Die Pharmainsel“ beleuchtet das US-Überseeterritorium Puerto Rico, das gerade für deutsche Pharmazulieferer und Medizintechnikunternehmen ein zunehmend lukrativer Investitionsstandort ist. Als Zentrum der pharmazeutischen Industrie, unter anderem für Wirkstoffe zur Krebs- und HIV-Therapie, Mittel gegen kardiovaskuläre Erkrankungen und Antidepressiva, bietet der US-Freistaat deutschen Arzneimittelproduzenten ideale Bedingungen, ihre Produktionskapazitäten auf der Insel auszuweiten. Auch zahlreiche Medizintechnikhersteller haben sich bereits hier niedergelassen und fertigen unter anderem Herzschrittmacher und Infusionsgeräte. Speziell für Exportgeschäfte ist außerdem die sprachliche und kulturelle Ambivalenz der Puerto Ricaner von Vorteil, denn geschäftliche Kontakte bestehen in der Regel sowohl nach Nord- als auch nach Südamerika. In den USA wiederum erschwert die Dominanz der kalifornischen Techkonzerne im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) deutschen Firmen, in dem Markt Fuß zu fassen. Wie der Markteintritt trotzdem gelingen kann, beweist ein Start-up aus der Gesundheitswirtschaft im Artikel „Nur keine Scheu“.

Neben weiteren Marktprognosen und Interviews von Experten finden Unternehmen in der aktuellen Ausgabe von „Markets International“ Informationen zu Anlaufstellen und Unterstützungsangeboten, die für ihr Auslandsgeschäft während der Corona-Krise nützlich sind. Das komplette Magazin steht auf den Seiten von GTAI zum kostenfreien Download bereit.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen