Meldung
12.05.2020

Covid-19 in Marokko: Medizinische Infrastruktur muss weiter aufrüsten

Das Königreich im Nordwesten Afrikas hat relativ zügig Maßnahmen ergriffen, um die wirtschaftliche und soziale Gesamtsituation während der Corona-Pandemie zu stabilisieren. Medizinische Ausrüstung wird zu großen Teilen aus dem Ausland beschafft. Chancen für Lieferanten bietet unter anderem die Ausstattung mobiler Krankenstationen.

Flagge von Marokko
© fotolia.com/ railwayfx

Marokkos Gesundheitssektor hat in den letzten Jahren einige wichtige Fortschritte gemacht. In Zeiten der Krise wird jedoch deutlich, dass die medizinische Infrastruktur dringend weiter ausgebaut werden muss. Das gilt insbesondere auf dem Land, wo die Versorgungslage noch immer unzureichend ist. Demzufolge steigt der Druck auf die Regierung, entsprechende Investitionen zu erhöhen. Anfang April gab diese bekannt, dem Gesundheitssektor zusätzliche Mittel in Höhe von umgerechnet rund 180 Millionen Euro bereitzustellen. Damit sollen vorrangig die Krankenhauskapazitäten erweitert und die Möglichkeiten für Diagnostik verbessert werden.

Zwar dürften deutsche Exporte nach Marokko generell durch die Pandemie erschwert werden. Das gilt jedoch nicht zwingend für medizinische Produkte. Unter anderem sind mobile Krankenstationen und Notfallequipment zwei Bereiche, in denen ausländische Anbieter in der aktuellen Situation zum Zug kommen könnten. Um die Grundversorgung zu sichern, war Marokko bereits vor Ausbruch der Pandemie größtenteils auf Importe von Medizintechnik angewiesen. Zuletzt entwickelte sich vor allem bildgebende Hightech-Diagnostik zu einer der bedeutendsten Kategorien des marokkanischen Medizintechnikmarktes.