Meldung
16.04.2020

Medizintechnikmarkt Mexiko: Themenspecial und Corona-Update

Mexiko ist der zweitgrößte Medizintechnikmarkt Lateinamerikas. Bereits vor Covid-19 war die Nachfrage nach Medizintechnik hoch und wird nun deutlich steigen. Die Gesundheitswirtschaft ist eine der Branchen, die durch die aktuelle Krise deutlich zulegen wird.

Themenspecial: Medizintechnikmarkt Mexiko / Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
© Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
Themenspecial: Medizintechnikmarkt Mexiko

Mexiko kämpft seit Jahren mit einer steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und entsprechenden Produkten. Die Regierung bemüht sich, hier gegenzusteuern und die allgemeine Gesundheitsversorgung durch gezielte Maßnahmen zu verbessern. Gleichzeitig muss ein Großteil der medizintechnischen Bedarfe über Importe gedeckt werden. Was wiederum Geschäftschancen für deutsche Hersteller bereit hält.

Wie genau diese aussehen und worauf dabei zu achten ist, stellt Florian Steinmeyer, GTAI Berichterstatter für Mexiko und Kuba, in dem Themenspecial zum Medizintechnikmarkt Mexiko vor. Dabei gibt er einen aktuellen Überblick zur Marktsituation im Land, beschreibt das Marktvolumen für Medizintechnik, die Marktstruktur, die wichtigsten Markttreiber und Hindernisse beim Marktzugang.

Zur Aufzeichnung des Themenspecials

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf diese Situation aus?

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie investiert Mexiko verstärkt in seine Gesundheitsinfrastruktur. Das mexikanische Parlament hat dazu einen Notfallfonds von umgerechnet knapp acht Milliarden US-Dollar auf den Weg gebracht. Außerdem wurde das Einkaufsverfahren im staatlichen Gesundheitswesen vereinfacht. Interessant für exportorientierte deutsche Unternehmen ist, dass mexikanische Importeure Medizintechnik nun aus dem Ausland beziehen dürfen, ohne dass dazu eine Genehmigung der Zulassungsbehörde Cofepris erforderlich ist.

Hier erfahren Sie mehr zu den Corona-Maßnahmen der mexikanischen Regierung

Aktuelles zur Corona-Lage von den Korrespondenten vor Ort

Am 8. April 2020 berichteten die GTAI-Korrespondenten in Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Mexiko-Stadt live per Webinar aus ihren Ländern. Unter dem Titel „Wie übersteht Lateinamerika die Corona-Krise“ stellten sich die Experten für eine Stunde den Fragen der mehr als 350 Teilnehmer.
Es ging vor allem darum, welche Maßnahmen die lateinamerikanischen Regierungen aktuell ergreifen und wie effektiv diese sind. Und natürlich, wie sich die Corona-Krise auf die wirtschaftliche Entwicklung Lateinamerikas auswirken wird.

Aus Mexiko meldete Florian Steinmeyer, dass das Gesundheitssystem des Landes definitiv nicht dem Corona-Ansturm gewachsen war und ist. Aber auch für den drastischen Einbruch der Wirtschaft hat die Regierung noch keine Antworten parat und so gut wie keine Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Zudem kämpft das Land seit Februar mit einem starken Verfall der Landeswährung. Importe werden dadurch teurer, was sich auch auf die Nachfrage nach Gütern aus dem Ausland auswirken wird. Gute Nachrichten gibt es aber bezüglich der Wareneinfuhr: Häfen und Zollabfertigung funktionieren weiterhin. Laut Steinmeyer wird die Gesundheitswirtschaft nach der Krise definitiv zu Branchen gehören, die einen deutlichen Schub erfahren.

Zur Aufzeichnung des Webinars „Wie übersteht Lateinamerika die Corona-Krise“