Meldung
09.03.2020

Australiens Gesundheitsmarkt verspricht gute Geschäfte

In Down Under befindet sich der Markt für Medizinprodukte auf Expansionskurs. Immer mehr Einwohner müssen eine stationäre Behandlung in Anspruch nehmen. Dadurch steigt die Nachfrage nach innovativen Geräten, Apparaten und Instrumenten.

Australische Flagge flattert im Wind
© istockphoto.com/ JoeGough

Aktuellen Prognosen zufolge soll der australische Markt für Medizintechnik bis 2023/24 jährlich um 2,7 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro anwachsen. Ausschlaggebend ist vor allem der steigende Behandlungsbedarf der Bevölkerung. Aufgrund der wachsenden Einwohnerzahl von derzeit rund 400.000 Menschen pro Jahr stehen die Gesundheitseinrichtungen vor der Herausforderung, immer mehr Bürger versorgen zu müssen. Das gilt insbesondere für die Altersklasse der über 65-Jährigen, die rund 42 Prozent aller stationären Behandlungen ausmachen. Weitere Marktchancen resultieren aus der Zunahme chronischer Krankheiten wie Übergewicht.

Um dem hohen Versorgungsbedarf nachzukommen, werden sowohl im öffentlichen als auch im privaten Krankenhaussektor zahlreiche neue Einrichtungen gebaut. Zu den bedeutendsten Projekten zählt ein groß angelegtes Investitionsprogramm in New South Wales (NSW), wo unter anderem der Neubau des Bankstown-Lidcombe Hospital für rund 920 Millionen Euro geplant ist. Insgesamt sollen in den kommenden vier Jahren knapp sieben Milliarden Euro in die Gesundheitsinfrastruktur von NSW fließen. Auch die Bundesstaaten Victoria und Queensland investieren in den Bau neuer „Community Hospitals“.

Rund 85 Prozent des lokalen Bedarfs an Medizintechnik wird durch Importe gedeckt. Der deutsche Lieferanteil rangiert – hinter dem Spitzenreiter USA – Kopf an Kopf mit China. Insgesamt wurden im Jahr 2018 medizintechnische Produkte im Wert von mehr als 405 Millionen Euro aus Deutschland eingeführt, darunter vor allem Orthopädietechnik, Röntgen- und Elektrodiagnosegeräte. Alle Medizinprodukte, die in Australien vertrieben werden, müssen im Australian Register of Therapheutic Goods (ARTG) registriert werden. Ausführliche Außenhandelsinformationen für deutsche Unternehmen gibt es bei Germany Trade & Invest.

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