Meldung
27.02.2020

Aktuelle Trends im russischen Pharmamarkt

In Russland kurbelt der Staat die lokale Produktion von Arzneimitteln an. Dennoch werden die meisten Wirkstoffe weiterhin importiert. Das „PharmaUpdate Russland“ informiert deutsche Unternehmen frühzeitig über die wichtigsten neuen Regelungen in der Branche.

Flagge Russland; Quelle: istock/Ramberg
© Quelle: istock/Ramberg

Der russische Absatzmarkt für Pharmaprodukte wächst derzeit moderat aber konstant: 2018 lag der Umsatz der Branche bei rund 23 Milliarden Euro – ein Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der verkauften Medikamentenpackungen stieg um 1,5 Prozent auf 6,4 Milliarden. Zwar plant die Regierung, die inländische Produktion bis 2030 zu verstärken, dennoch werden bislang noch rund 90 Prozent der Medikamente aus eingeführten Arzneistoffen produziert. Hersteller aus Deutschland können demnach weiterhin von der Importabhängigkeit Russlands profitieren.

Alle Arzneimittel, die zum ersten Mal auf dem russischen Markt eingeführt werden, müssen staatlich registriert und zuvor im Forschungsinstitut NZESMP analysiert werden. Notwendig ist außerdem ein GMP-Zertifikat, das vom Industrieministerium ausgestellt wird. Mit dieser Bescheinigung weist der Hersteller nach, dass sein Produkt nach den geltenden Standards hergestellt wurde. Neue Präparate können im eurasischen Binnenmarkt ab dem 1. Januar 2021 nur noch nach einem einheitlichen Verfahren zugelassen werden. Bereits im kommenden Jahr tritt zudem eine Kennzeichnungspflicht in Kraft: Ab 1. Januar 2020 müssen alle Medikamentenpackungen, bevor sie in Umlauf gebracht werden, mit einem DataMatrix-Code versehen sein. Auf diese Weise will der Staat den Handel mit gefälschten Arzneimitteln eindämmen.

Deutsche Hersteller, die in Russland aktiv sind, erhalten im „PharmaUpdate Russland“ stets die aktuellsten Informationen über kurzfristige Neuregelungen sowie über das Zulassungs- und Erstattungswesen. Der regelmäßig erscheinende Newsletter in deutscher und russischer Sprache ist ein kostenloses Angebot der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft.

Weiterführende Informationen

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