Meldung
07.01.2020

Brasilien importiert Pharmawirkstoffe und Vorprodukte

Brasiliens Pharmamarkt entwickelt sich sehr positiv. Vor allem die Nachfrage nach günstigeren Nachahmerprodukten nimmt zu. Davon können auch deutsche Hersteller von Wirkstoffen und Vorprodukten profitieren.

Flagge Brasiliens; Quelle: istock/terraxplorer
© istock/terraxplorer

Der Bedarf der brasilianischen Bevölkerung an Pharmazeutika steigt. Daran kann auch die eher schwache wirtschaftliche Situation nicht rütteln. Gemessen in Real nahm der Umsatz 2018 um zehn Prozent zu. Das liegt zum einen am Bevölkerungswachstum. Zum anderen werden die Menschen älter. Dadurch müssen mehr chronische und altersbedingte Krankheiten behandelt werden. Experten gehen davon aus, dass das jährliche Wachstum künftig bei bis zu acht Prozent liegt. Dadurch würde Brasilien bis spätestens 2022 Frankreich von Platz fünf der größten Pharmamärkte verdrängen.

Aufgrund der Rezession werden Generika beliebter. Sie müssen mindestens 35 Prozent günstiger sein als das Original. Zum Teil sind es bis zu 80 Prozent. Generika machen bereits etwa ein Viertel der Pharmaverkäufe in Brasilien aus und werden vor allem bei chronischen Krankheiten verschrieben.

Die gute Marktlage führt dazu, dass der nationale Pharmasektor seine Produktion ausweitet. Dennoch ist die Industrie weiterhin auf Einfuhren angewiesen. Rund 90 bis 95 Prozent der eingesetzten Wirkstoffe und Vorprodukte werden importiert. Das kommt auch deutschen Herstellern zugute, die auf dem brasilianischen Markt aktiv sind. Aktuelle Hinweise zu Änderungen bei Einfuhr-, Zulassungs- oder Vertriebsvorschriften von Arzneimitteln nach Brasilien bietet der regelmäßige GTAI-Newsletter „PharmaUpdate Brasilien“. Exporteure bleiben damit auf dem neusten Stand und haben die Möglichkeit, ihre Produkte und ihr Vertriebssystem frühzeitig an neue Regelungen anzupassen.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen