Meldung
08.10.2020

WTO: G20-Minister vereinbaren stärkere Zusammenarbeit gegen Corona

Am 22. September 2020 trafen sich die G20-Minister, um gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu entwickeln. Eine neue Vereinbarung sieht vor allem den Abbau von Handelshemmnissen, die Unterstützung von KMU und die Wiederbelebung der WTO bzw. des multilateralen Handelssystems vor.

Medizinische Schutzausrüstung
© adobe.stock.com/Sherry Young

Um die wirtschaftlichen und sozialen Schäden, die infolge der Corona-Pandemie entstanden sind, einzudämmen, haben die Handelsminister der G20-Staaten neue Rahmenbedingungen für ein globales Wachstum sowie für offene und stabile Märkte beschlossen. Im Fokus steht dabei zum einen die Wiederherstellung des internationalen Handels sowie der internationalen Investitionen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sollen in ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit unterstützt und gefördert werden. Vereinbart wurden außerdem Schritte zur Reform der Welthandelsorganisation (WTO), deren Streitschlichtung derzeit aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA und China blockiert ist.

Die G20-Minister appellierten an die Nationen, handelsbeschränkende Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie transparent und rechtzeitig zu melden. Globale Lieferketten dürften gerade in diesen Zeiten nicht durch unnötige oder unverhältnismäßige Maßnahmen eingeschränkt werden. Stattdessen müsse das multilaterale Handelssystem zusammengehalten und gefördert werden, um eine reibungslose Funktion der internationalen Handelsströme sicherzustellen.

Die vollständige Gemeinsamen Erklärung findet sich auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

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