Meldung
03.09.2020

GTAI-Fact Sheet: Höhere Exportchancen durch Freihandelsabkommen

Um einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen, gewinnen Freihandelsabkommen für internationale Wirtschaftsbeziehungen immer stärker an Bedeutung. Auch deutsche Unternehmen der Gesundheitsbranche können von wegfallenden Handelsschranken und offenen Märkten profitieren – und ihre Exportchancen steigern. Ein neues Fact Sheet von Germany Trade & Invest (GTAI) beleuchtet die zahlreichen Potenziale des Freihandels.

Cover: Gtai - Fact Sheet - Freihandelsabkommen
© GTAI

Freihandelsabkommen sind völkerrechtliche Verträge, die zwischen zwei (bilateral) oder mehreren Staaten (multilateral) abgeschlossen werden. Sie werden in den letzten Jahren vermehrt eingesetzt, um den Warenhandel untereinander zu liberalisieren, also von Einschränkungen zu befreien. Dabei streben sie unter anderem den Abbau von Handelshemmnissen wie Zöllen, Exportbeschränkungen, Importquoten oder nationalen Normen und Standards an. Nach Angaben der Europäischen Kommission und der Welthandelsorganisation (WTO) sind derzeit weltweit 305 Handelsabkommen in Kraft, an denen insgesamt 77 Länder beteiligt sind. Im Jahr 2018 erzielte die EU mit ihren Abkommenspartnern im Warenhandel einen Überschuss von 84,6 Milliarden Euro.

Sowohl bilaterale als auch multilaterale Freihandelsabkommen erleichtern mit ihren einheitlichen und transparenten Regeln den Marktzugang und eröffnen dadurch wirtschaftliche Chancen. In der Gesundheitswirtschaft ist es wichtig, dass Normen und Standards dabei nicht auf Kosten der Verbrauchersicherheit gesenkt werden. Für Unternehmen bedeuten Freihandelsabkommen in erster Linie weniger Bürokratie, weniger Zölle und schnellere Zollverfahren. Daraus ergeben sich eine gesteigerte Wettbewerbssituation zwischen den Ländern, eine Steigerung der Qualitätsstandards von Produkten sowie eine Senkung der Verkaufspreise. Während das multilaterale System auf globaler Ebene ins Stocken geraten ist, sind vor allem bilaterale Abkommen auf dem Vormarsch. Deutsche Unternehmen, die im Vergleich zu anderen EU-Staaten bislang nur in geringem Maße auf Handelsabkommen zurückgreifen, können ihre Exportchancen auf diese Weise deutlich erhöhen.

Damit Freihandelsabkommen in Zukunft noch intensiver genutzt werden, setzt die EU verstärkt auf sogenannte Abkommen der „neuen Generation“ (WTO plus-Abkommen), die vorwiegend mit Wachstumsregionen geschlossen werden. Sie sind breiter und umfassender angelegt und betreffen nicht nur tarifäre Fragen wie Exportsubventionen, sondern enthalten darüber hinaus produktspezifische Regelungen zum Abbau nicht-tarifärer Handelsbarrieren und anderen handelsrelevanten Aspekten wie Investitionen und Wettbewerbsfragen.

Das ausführliche   Fact Sheet „Freihandelsabkommen – Zur Öffnung von Märkten“ finden interessierte Unternehmen im kostenfreien Angebot von Germany Trade & Invest (GTAI).