Meldung
19.12.2019

Indiens Regierung treibt Ausbau von Biotech-Clustern voran

Niedrige Produktionskosten machen Indien zu einem gefragten Standort für Biotechnologie-Unternehmen. Ausländische Firmen sollen durch die Gründung von Clustern angesprochen werden. Trotz guter Marktchancen gilt es, gewisse Hürden zu meistern.

Flagge von Indien
© istockphoto.com/ paresh3d

Indien ist zu einem beliebten Investitionsstandort für Biotech-Unternehmen geworden. Die Branche entwickelt sich insgesamt sehr positiv. Nach Einschätzung der indischen Regierung soll das Marktvolumen bis 2025 auf rund 90 Milliarden Euro wachsen. Der größte Teil des Branchenumsatzes wird mit biopharmazeutischen Produkten erzielt (64 Prozent).

Was Indien für internationale Firmen interessant macht, sind die niedrigen Produktionskosten. Die Branche ist grundsätzlich offen für ausländische Direktinvestitionen. Zudem unterstützt die Regierung die Ansiedelung von Unternehmen durch den Ausbau von Biotech-Clustern. Hier können sich auch deutsche Firmen in Stellung bringen. Dem zuständigen Ministerium stehen im Finanzjahr 2019/20 circa 331 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem wurden Vergünstigungen für Firmen beschlossen, die sich in einem Cluster ansiedeln.

Deutsche Unternehmen sollten wissen: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Indien können eine Herausforderung darstellen. So benötigen etwa Produzenten, die ein neues Medikament einführen möchten, die Zustimmung der Regierung. Das kann einige Zeit dauern. Hinzu kommt, dass die Ausgaben für F&E-Projekte gering sind. Auch das Einhalten von Qualitätsstandards bei der Herstellung sowie das indische Patentgesetz stellen Hürden dar. Die Clustergründungen und bessere Finanzierungsmöglichkeiten sollen das Branchenwachstum dennoch positiv beeinflussen.

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