Meldung
29.10.2019

Mexiko weiterhin stark auf Laborausstattung aus dem Ausland angewiesen

Labore in Mexiko benötigten mittelfristig mehr Geräte und andere Ausrüstung. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Nachfrage öffentlicher Einrichtungen bald anziehen wird.

Flagge Mexiko; Quelle: fotolia/WavebreakmediaMicro
© fotolia/WavebreakmediaMicro

Mexiko ist ein lukrativer Markt für deutsche Anbieter von Laborausstattung. Grund dafür ist die mittelfristig stark wachsende Medizinwirtschaft in Nordamerika. Der Absatz von Labor-, Analyse- und Biotechnik bietet sowohl mittel- als auch langfristig positive Aussichten. Viele bedeutende nationale Laborunternehmen kommen als Abnehmer infrage, darunter die Labore Análisis Clínicos del Dr. Simi mit mehr als 250 landesweiten Niederlassungen und Laboratorio Médico Polanco mit über 77 Niederlassungen. Deutschland ist mit einem Importanteil von mehr als zehn Prozent der zweitwichtigste Lieferant hinter den USA. Besonders gefragte Produkte sind Maschinen, Apparate und Geräte zur Kälteerzeugung sowie zur Temperaturänderung von Stoffen, Mikrotome, Untersuchungsgeräte für Gase oder Rauch sowie Belichtungsmesser und elektronische pH-Messer.

Noch halten sich staatliche und private Gesundheitseinrichtungen mit Investitionen und Käufen zurück. Denn seit den Wahlen im Juli 2018 stagniert der Sektor aufgrund der Übergangsphase des öffentlichen Gesundheitssystems. So werden unter anderem die Beschaffungsprozesse umstrukturiert. In einigen Monaten soll sich die Gesundheitswirtschaft aber erholen. Mittelfristig will Präsident López Obrador mehr Geld für Gesundheit ausgeben. Um Missstände in den Kliniken zu beheben, nimmt der Staat zusätzlich 1,3 Milliarden US-Dollar (circa 1,18 Milliarden Euro) in die Hand. Das Geld soll vor allem dazu dienen, Einrichtungen in ländlichen Regionen zu modernisieren.

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