Meldung
24.10.2019

Britischen Patienten stehen immer mehr E-Health-Lösungen zur Verfügung

Das Gesundheitswesen im Vereinigten Königreich wird digitaler. Derzeit liegt der Fokus auf dem Ausbau der Infrastruktur für Informations- und Kommunikationstechnik und der Cybersicherheit. Der EU-Austritt bereitet vielen ausländischen Firmen Sorge. Gleichzeitig bieten sich auch Chancen.

Flagge Großbritannien; Quelle: colourbox.de
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Das Volumen des britischen E-Health-Marktes belief sich 2017 auf umgerechnet 3,4 Milliarden Euro, wie eine Studie von Global Market zeigt. Für die Zukunft stehen die Zeichen auf Wachstum: Nach Angaben von Digital Health Intelligence sollen die staatlichen Investitionen im Jahr 2022 mehr als 4,5 Milliarden Euro erreichen. Der Fokus liegt hier auf dem Ausbau der Infrastruktur für Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Zudem soll die Cybersicherheit verbessert werden.

Die Bevölkerung steht der Entwicklung grundsätzlich positiv gegenüber. Moderne medizinische Geräte und Smartphones sind schon jetzt weit verbreitet. Die E-Gesundheitsakte, Online-Terminbuchungen, telemedizinische Anwendungen und digitale Rezepte sind bereits Realität. Eine Liste aller vorhandenen E-Health-Lösungen stellt das staatliche Gesundheitssystem zur Verfügung.

Die besten Marktchancen haben Unternehmen mit Sitz in England, da nach Angaben von Digital Health Intelligence der Großteil der Investitionen im Inland getätigt wird. Nichtsdestotrotz ist die Regierung fortlaufend auf der Suche nach innovativen Lösungen. Hier können sich auch deutsche Anbieter gut in Stellung bringen. Vor allem cloud-basierte Services sind sehr gefragt. Darüber hinaus investiert die Regierung hohe Summen in Lösungen, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren.

Der rechtliche Rahmen für die Nutzung digitaler Gesundheitslösungen wird immer enger abgesteckt, was die Entwicklung vorantreibt. Das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) gab Anfang des Jahres Richtlinien für digitale Gesundheitstechnologien heraus. Für die Nutzung von KI im Gesundheitswesen veröffentlichte das Gesundheitsministerium im Frühjahr einen entsprechenden Kodex. Analog zu Deutschland wird ab Mai 2020 zudem die neue Medizinprodukte-Verordnung der EU in Kraft treten, die beispielsweise zu Änderungen in Hinsicht auf die Produktklassifizierung führt.

Der EU-Austritt der Briten bereitet vielen Exporteuren Sorge. Sollte es tatsächlich zu einem harten Brexit kommen, werden etwa neue Zolltarife auf einzelne Produktkategorien erhoben. Auf der Sonderseite GTAI-Special Brexit veröffentlicht Germany Trade & Invest wichtige Neuigkeiten zum geplanten Austritt. Darüber hinaus stellt GTAI Informationen zur Wirtschaftslage zur Verfügung.

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