Meldung
10.10.2019

USA setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz bei Diagnostik

Mittels Künstlicher Intelligenz (KI) sollen Ärzte in den USA Krankheiten schneller erkennen können. Erste Lösungen sind schon zugelassen. Bei der HIMSS 2020 haben exportorientierte Unternehmen aus Deutschland die Möglichkeit, sich an einem Bundesgemeinschaftsstand zu beteiligen.

US-amerikanische Flagge
© istockphoto.com/ Jason Lugo

Bis ein Patient mit einer seltenen Krankheit in den USA eine Diagnose bekommt, können viele Jahre vergehen. Das kostet Geld und wirkt sich negativ auf den Krankheitsverlauf aus. Um den Prozess zu beschleunigen, wird verstärkt nach Lösungen gesucht, die auf Künstlicher Intelligenz basieren. Sie sollen helfen, Krankheiten zu diagnostizieren, Arzneimittel zu entwickeln und Behandlungen zu personalisieren. Bis zum Frühjahr 2019 wurden nach Angaben von Branchenkennern etwa 25 KI-Medizinprodukte zugelassen. Derzeit fehlt noch ein Rechtsrahmen, im April hat die Behörde FDA jedoch ein regulatorisches Rahmenwerk für den KI-Einsatz in Medizinprodukten vorgeschlagen.

Die Regierung hat das Potenzial von KI längst erkannt: Das Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste will etwa Innovationen mithilfe maschineller Lernalgorithmen in der Sepsisdiagnostik und -behandlung fördern. Darüber hinaus schreibt es Technologiewettbewerbe aus. Das Ziel: ein KI-basiertes Netzwerk für neue Behandlungsformen. Für den Wettbewerb AI Health Outcome Challenge stehen 1,5 Millionen Euro Fördermittel bereit.

Eine gute Möglichkeit, Geschäftskontakte in den USA zu knüpfen, bietet die HIMSS. Die Messe für Gesundheits-IT findet vom 9. bis zum 13. März 2020 in Orlando/Florida statt. Im Rahmen des Auslandsmesseprogramms des Bundes haben Firmen aus Deutschland erstmals die Möglichkeit, sich an einem Gemeinschaftsstand zu präsentieren. Der Messeauftritt wird von der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft und GTAI begleitet. Anmeldefrist ist der 22. Oktober 2019.

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