Meldung
12.09.2019

Neuer „Wegweiser“ informiert über Geschäftschancen in Kuba

Trotz schwacher Konjunktur bleibt Kuba ein interessantes Lieferland für Exporteure. Das zeigt die Publikation „Kuba – Wegweiser für einen besonderen Markt“. Sie beleuchtet die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Absatzpotenziale in verschiedenen Branchen. Dazu zählt auch der Gesundheitssektor. Zudem bietet die Veröffentlichung hilfreiche Hinweise für den Markteintritt.

Flagge Kuba
© Fotolia/Daniel Loncarevic

Der Kurswechsel des Weißen Hauses in der Kubapolitik bremst die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation des karibischen Inselstaates. Für deutsche Unternehmen lohnt es sich dennoch, ihre Marktchancen auszuloten. Denn der Nachholbedarf bei der Modernisierung und beim Ausbau der Wirtschaft ist hoch. Um bei der Markterschließung zu unterstützen, haben Germany Trade & Invest (GTAI) und die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kuba, die Teil des Netzwerks Deutscher Auslandshandelskammern (AHK) ist, die Publikation „Kuba – Wegweiser für einen besonderen Markt“ veröffentlicht. Darin finden sich kompakte Informationen für den Einstieg ins Kubageschäft.

Der Fokus liegt zunächst auf den Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit, die branchenübergreifend relevant sind. So stellt das im Oktober 2018 in Havanna eröffnete AHK-Delegiertenbüro seine Arbeit vor. Dazu gehört auch die Unterstützung bei Messebeteiligungen. Ein separater Beitrag geht anschließend näher auf die Relevanz solcher Events zur Geschäftsanbahnung ein. In einer Übersicht sind Messe- und Kongresstermine aufgelistet, darunter auch die wichtige Industriemesse FIHAV. Aufgrund des zentralistisch planwirtschaftlichen Wirtschaftssystems kann der Markteintritt in Kuba eine Herausforderung sein. Daher zeigt die Publikation auch, wie man effektiv vorgeht. Ein Tipp: seine Chancen über die Listung bei Importgesellschaften hinaus erhöhen, etwa indem man auf Messen präsent ist. Doch auch die Entwicklungsperspektiven nimmt der „Wegweiser“ in den Blick. Der deutsche Botschafter Thomas Neisinger beantwortet die Fragen der Redaktion, etwa zu den Chancen einer wirtschaftlichen Öffnung durch den neuen Regierungschef Díaz-Canel.

Im zweiten Teil geht die Publikation auf einzelne Branchen ein. Dazu gehört neben dem Tourismus, dem Energiesektor und der Landwirtschaft auch die Gesundheitswirtschaft. Wie der Beitrag „Gesundheitssektor hofft auf Medizintouristen“ zeigt, gehört Deutschland zu den wichtigsten Lieferanten von Medizintechnik und könnte seine Position weiter verbessern. Denn die Nachfrage steigt. Der Grund: Die Inselbewohner werden älter, was den Bedarf erhöht. Zudem können Hersteller vom Medizintourismus profitieren. Kliniken, die darauf spezialisiert sind, benötigen moderne Ausrüstung.

Die Sonderwirtschaftszone Mariel ist eines der Vorzeigeprojekte der Regierung, um ausländische Investoren und Produzenten anzulocken. Ein detaillierter Artikel fasst wichtige Hinweise für ein Engagement in der Zone zusammen. So können Unternehmen etwa von Steuer- und Zollvergünstigungen profitieren. Abschließend geht der „Wegweiser“ auf die Finanzierung und die Absicherung bei geschäftlichen Aktivitäten ein. Denn Devisen sind Mangelware. Darüber hinaus werden relevante Ansprechpartner und Informationsangebote aufgelistet.

Weiterführende Informationen

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