Meldung
04.09.2019

Chinas Medtech-Markt: Herausforderungen kennen und Chancen nutzen

Der Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur treibt den chinesischen Medizintechnikbedarf in die Höhe. Das eröffnet deutschen Herstellern Absatzmöglichkeiten. Aktuelle Marktinformationen und Praxistipps von Experten bieten der Newsletter ‚MedTechUpdate China‘ sowie die Aufzeichnung eines China-Webinars.

Chinesische Flagge
© istockphoto.com/ Alexander Gatsenko

Noch sind die USA der weltweit größte Medizintechnikmarkt. Doch China ist auf der Überholspur: 2018 lag das Marktwachstum im bevölkerungsreichsten Staat Ostasiens bei etwa 20 Prozent. Die Prognose für 2019 ist ebenfalls positiv, denn der Bedarf ist groß. Langfristig will die Regierung eine flächendeckende Gesundheitsversorgung gewährleisten. Diese Marktentwicklung bietet Herstellern gute Chancen, führt aber auch dazu, dass sich die Rahmenbedingungen schnell ändern und schwerer zu durchschauen sind. Um deutsche Produzenten zu unterstützen, auf dem neusten Stand zu bleiben und sich auf geplante Zulassungs-, Registrierungs- und Absatzregulierungen einzustellen, veröffentlicht die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft regelmäßig den Newsletter MedTechUpdate China. Darin sind die wichtigsten Informationen zu Gesetzesänderungen zusammengefasst, so dass Produkte und Vertrieb frühzeitig daran angepasst werden können.

Informationen aus erster Hand bietet auch die Aufzeichnung des Webinars „Wohin steuert China in der Gesundheitswirtschaft?“, das im Mai 2019 stattfand. In dem 60-minütigen Format stehen drei China-Experten zu den Potenzialen und Herausforderungen im Land Rede und Antwort. Sie beantworten dabei Fragen rund um Markteinstieg, Zulassung, Qualitätsmanagement oder Preispolitik. Die dazugehörige Präsentation steht ebenfalls als Download bereit.

Aktuell arbeitet der Staat daran, eine flächendeckende Gesundheitsversorgung bereitzustellen. Dafür werden die Behandlungsmöglichkeiten in Kreiskrankenhäusern langfristig verbessert. China reagiert auch auf die Überalterung der Gesellschaft und investiert in E-Health-Lösungen, Altenpflege und Vorsorge. Hinzu kommt, dass die Bereitschaft der Bevölkerung steigt, für ihre Gesundheit in die eigene Tasche zu greifen. Beispielsweise werden öfter private Zusatzversicherungen abgeschlossen.

Beim Kauf von Medizintechnik setzt China stark auf „Made in Germany“. Nach den USA und neben Japan zählt Deutschland zu den wichtigsten Lieferländern. In einigen Sparten stieg die Importrate 2018 um rund 10 Prozent. Gefragt waren beispielsweise Röntgenapparate, Orthopädietechnik und Prothesen oder Ausstattung wie Spritzen, Nadeln, Katheter und Kanülen.

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