Meldung
02.09.2019

GTAI-Publikation zur Wirtschaftslage in den USA

In der neuen Ausgabe der „Im Fokus“-Reihe beleuchtet Germany Trade & Invest das Potenzial verschiedener US-amerikanischer Wirtschaftszweige. Dazu zählt auch die Medizintechnikbranche. Der Artikel „Kliniken zwischen Innovation und Sparen“ zeigt Chancen für deutsche Exporteure auf.

US-amerikanische Flagge
© istockphoto.com/ Jason Lugo

Die USA bieten Unternehmen aus Deutschland trotz Handelsstreitigkeiten gute Absatz- und Kooperationspotenziale. Welche das sind, zeigt die neue GTAI-Publikation „Im Fokus“. Unter dem Titel „US-Wirtschaft drosselt das Tempo“ fasst sie die wichtigsten Informationen zur aktuellen Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten zusammen. Nach einem allgemeinen Ausblick folgen Artikel zu den Chancen im digitalen Zeitalter sowie den Absatzpotenzialen für die KFZ-Industrie und die Medizintechnikbranche. Abschließend geht die Publikation auf die Änderungen bei den Zollrichtlinien und auf rechtliche Rahmenbedingungen ein, die für deutsche Exporteure relevant sind.

Der einführende Artikel zeigt: Die US-Wirtschaft wächst, wenn auch nicht so stark wie im Vorjahr. Die Prognose des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2019 wurde bereits korrigiert. Ein Grund ist, dass der Konsum, durch den etwa 70 Prozent des BIP generiert werden, leicht zurückgeht. Der Artikel geht zudem auf den zunehmenden Protektionismus ein. Das Weiße Haus hat die Einfuhrabgaben für mehr als 12.000 Warenkategorien auf 17 Prozent heraufgesetzt, die jedoch an die Verbraucher weitergegeben werden. Das Ziel, das Außenhandelsdefizit zu verringern, wurde jedoch nicht erreicht.

Die leicht angespannte Wirtschaftslage ändert jedoch nichts daran, dass deutsche Medizintechnikhersteller gute Absatzchancen in den USA haben. Das wird im Artikel „Kliniken zwischen Innovation und Sparen“ deutlich. Zwar sind die Krankenhäuser – die wichtigsten Abnehmer im Land – auf Sparkurs und insbesondere in Ballungsgebieten werden Einrichtungen zusammengelegt oder geschlossen. Andererseits sind zahlreiche Aus- und Neubauten geplant. Die Ratingagentur Moody‘s erwartet, dass der Markt für medizinische Ausrüstung 2019 und 2020 um jeweils bis zu 5,5 Prozent wächst. Ein Grund ist der gestiegene Umsatz mit relativ neuen, margenstarken Produkten. Gefragt sind vor allem Geräte für Diabetiker, Transkatheter-Herzklappen und Robotersysteme für die Chirurgie. Zudem stehen die Zeichen auf Innovation: 2018 wurden mehr als 40 medizintechnische Geräte zugelassen und die Ausgaben im F&E-Bereich sollen steigen. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass sich der Markt für Lasergeräte und Einwegprodukte positiv entwickelt. In der Telemedizin sowie in E-Health-Anwendungen steckt ebenfalls großes Potenzial.

Das US-amerikanische Arbeitsrecht unterscheidet sich stark vom deutschen. Das stellt Exporteure immer wieder vor Herausforderungen, wenn es um Personalfragen geht. Der Artikel „Arbeitsrecht wirft zahlreiche Fragen auf“ fasst die wichtigsten Hinweise zusammen. Ein Beispiel: Zur Begründung eines Arbeitsverhältnisses ist kein schriftlicher Vertrag erforderlich. Ein Handschlag ist ausreichend. Der Beitrag geht außerdem auf die steigende Relevanz von Diversität und Inklusion ein. Im letzten Teil der Publikation wird das Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) detailliert vorgestellt. Es wird erläutert, wie sich die Handelschancen durch das Abkommen künftig verbessern könnten.

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