Medizintechnik
09.07.2019

Neue Kliniken in Rumänien greifen auf moderne Ausrüstung zurück

Die Modernisierung der medizinischen Versorgungsinfrastruktur bleibt in Rumänien ein wichtiger Schwerpunkt. Auch dank der Unterstützung durch die EU stehen große Krankenhausprojekte vor der Realisierung. Der Bedarf an Medizintechnik und telemedizinischer Ausstattung ist groß.

Flagge Rumänien; Quelle: fotolia.com/Bernard GIRARDIN
© Quelle: fotolia.com/Bernard GIRARDIN

Die rumänische Regierung will neun Großkrankenhäuser errichten – darunter acht Regionalkrankenhäuser in den Städten Iasi, Cluj-Napoca, Craiova, Constanta, Brasov, Targu Mures, Timisoara und Braila-Galati sowie eins in der Hauptstadt Bukarest. Letzteres soll Platz für 3.000 Betten bieten und mit über 37 OP-Sälen, Forschungszentren, einem großen Campus mit Schule, Kindergärten, Geschäften sowie einem Hotel mit weiteren 2.000 Betten ausgestattet sein. Dafür sind schätzungsweise 1,1 Milliarden Euro vorgesehen. Die acht Regionalkrankenhäuser sollen über alle medizinischen Fachrichtungen, jeweils 800 bis 900 Betten, spezialisierte Fachkliniken und zahlreiche OP-Säle mit modernster medizinischer Ausstattung verfügen. Darüber hinaus plant die Regierung, in den kommenden Jahren zahlreiche staatliche Kliniken auszubauen und zu modernisieren.

Der Bau der Regionalkrankenhäuser in Iasi, Cluj-Napoca und Craiova soll mit EU-Fördermitteln finanziert werden. Eine Machbarkeitsstudie für das Projekt in Iasi ist bereits umgesetzt und wird in Brüssel geprüft. Machbarkeitsstudien für Cluj-Napoca und Craiova werden derzeit erstellt. Die EU stellte 2015 über das Operationelle Programm für Regionalentwicklung (2014-2020) 150 Millionen Euro für die drei Projekte zur Verfügung. Da nicht genug Geld in den Staatskassen ist, erwägt die Regierung, weitere Mittel im Rahmen der künftigen Förderperiode (2021-2027) zu beantragen.

Aufgrund der Bauprojekte und Modernisierungen wird der Bedarf an Medizintechnik sowie telemedizinischer Ausstattung steigen. Besonders gefragt sind hochmoderne Geräte für bildgebende Diagnostik und Bestrahlungstherapie sowie für die Unfall- und Notaufnahmestationen.

Weiterführende Informationen zur Markterschließung und Geschäftspraxis in Rumänien finden exportorientierte Unternehmen auf der entsprechenden Länderseite sowie in dem Überblick „Wirtschaft kompakt“ (PDF, 220 KB) von Germany Trade & Invest.

Weiterführende Informationen

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  • Rumänien strebt nach besserer Gesundheitsversorgung

    Bukarest (GTAI) - Rumäniens Gesundheitswesen braucht neue Krankenhäuser und moderne Ausrüstungen. Große regionale Klinik-Projekte, mit EU-Fördermitteln unterstützt, nähern sich der Realisierungsphase.