Meldung
05.07.2019

Budget für Mexikos öffentliche Gesundheitseinrichtungen wird aufgestockt

Die mexikanische Regierung plant, das staatliche Gesundheitssystem zu vereinheitlichen und zu verbessern. Öffentlichen Einrichtungen sollen mehr Mittel zur Verfügung stehen. Aus der Staatskasse könnten künftig verstärkt Medikamente aus dem Ausland finanziert werden.

Flagge Mexiko; Quelle: fotolia/WavebreakmediaMicro
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Das Gesundheitssystem in Mexiko soll bald für die gesamte Bevölkerung zugänglich sein. Dafür will die neue Regierung tiefer in die Tasche greifen: Sie strebt einen einheitlichen öffentlichen Gesundheitssektor an. Nach und nach will sie alle staatlichen Gesundheitseinrichtungen dem Gesundheitsministerium unterstellen. Dieses Vorhaben soll bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2024 abgeschlossen sein. Zunächst wird die Basiskrankenversicherung „Seguro Popular“ umstrukturiert. Das Ziel ist, dadurch mehr Menschen zu erreichen und diese besser zu versorgen. Denn etwa 21,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner verfügen nach Angaben des Gesundheitsministeriums derzeit noch nicht über eine Krankenversicherung.

Eine weitere geplante Maßnahme ist, die Missstände zu beheben, die in zahlreichen Kliniken und Krankenhäusern herrschen. Das will man durch die Modernisierung der betroffenen Einrichtungen, durch zusätzliches Krankenhauspersonal und durch kostenfreie Medikamente erreichen. Insgesamt ist für diese Pläne ein Budget von sechs Milliarden US-Dollar (rund 5,36 Milliarden Euro) vorgesehen.

Deutsche Arzneimittelhersteller können darauf spekulieren, dass der Staat in naher Zukunft verstärkt auch hochpreisigere Medikamente einkaufen wird. Denn im Rahmen der Gesundheitsreform plant der amtierende Präsident Andrés Manuel López Obrador, den bisherigen Leistungskatalog des Gesundheitsministeriums abzuschaffen. Dieser schreibt vor, dass staatliche Einrichtungen nur auf rund zehn Prozent der zugelassenen Arzneimittel zugreifen können. Die Abschaffung würde bedeuten, dass der öffentliche Sektor alle in Mexiko zugelassenen Medikamente einkaufen dürfte.

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