Meldung
25.06.2019

Japan will die Verwendung von Nachahmerpräparaten fördern

Neue und teure Medikamente führen zu einem Anstieg der Arzneimittelausgaben in Japan. Künftig sollen die Preise stärker kontrolliert werden. Eine Studie der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft bietet deutschen Herstellern die Möglichkeit, sich über die Rahmenbedingungen des Gesundheitsmarkts zu informieren.

Flagge Japan; Quelle: istock/Alexander Gatsenko
© Quelle: istock/Alexander Gatsenko

Wie das japanische Gesundheitsministerium berichtet, haben die Arzneimittelausgaben im Fiskaljahr 2017 (1. April bis 31. März) um 2,9 Prozent zugenommen. Damit war der Anstieg in diesem Segment höher als der Anstieg der gesamten Gesundheitsausgaben des Landes (2,3 Prozent). Grund dafür sollen neue und teure Medikamente sein. Um die Kosten der nationalen Krankenversicherung in Grenzen zu halten, werden die Arzneimittelpreise alle zwei Jahre geprüft. Ab April 2021 ist eine jährliche Kontrolle geplant.

Die Regierung fördert den Einsatz von Generika, deren Anteil derzeit schon bei rund 66 Prozent liegt und bis 2020 auf 80 Prozent steigen soll. Das hat zur Folge, dass Japans Pharmafirmen ihre Strategien anpassen. So treiben sie beispielsweise die Entwicklung neuer Arzneimittel voran oder gliedern ihr Sortiment zu gleichen Teilen in rezeptpflichtige und rezeptfreie Arzneimittel. Zudem wird stärker in die Erforschung, Entwicklung und Produktion biopharmazeutischer Erzeugnisse investiert.

Die Publikation „Gesundheitsmarkt Japan: Arzneimittel und Biopharmazeutika“ der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft bietet deutschen Firmen weiterführende Hinweise, was bei einem Markteintritt in Japan zu beachten ist. Dazu zählen Informationen zum Marktzugang für Arzneimittel und Biopharmazeutika, Zulassungsverfahren, zuständigen Behörden, kulturellen Besonderheiten und der Geschäftspraxis.

Weiterführende Informationen

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