Meldung
09.05.2019

Chinas Arzneimittelimporte steigen

China ist der zweitgrößte Pharmamarkt weltweit. Deutsche Hersteller können von wachsenden Einfuhrraten und der Skepsis gegenüber lokalen Produzenten profitieren. Ein Webinar der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft bietet Insider-Informationen und Tipps für das China-Geschäft.

Chinesische Flagge
© istockphoto.com/ Alexander Gatsenko

Der chinesische Arzneimittelmarkt entwickelt sich weiter positiv. Zwischen Januar und September 2018 stiegen die Umsätze um 13,6 Prozent auf umgerechnet etwa 251 Milliarden Euro, verglichen mit demselben Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Informationsnetzwerks CEInet und dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie konnten Pharmaunternehmen mit einem Mindestumsatz von 20 Millionen Renminbi ihre Gewinne 2018 um 11,5 Prozent steigern. Zudem wurden mehr Arzneimittel eingeführt: Die Importe erhöhten sich um 8,1 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro.

Die Regierung setzt derzeit Reformen durch, um die Medikamentenpreise zu senken. Dies wird voraussichtlich kleinere Hersteller aus dem Markt drängen und zu einer stärkeren Konsolidierung führen. Hinzu kommt, dass das Vertrauen der Bevölkerung in lokale Erzeugnisse leidet, da es in der Vergangenheit mehrfach zu Skandalen um schadhafte Medikamente und Impfstoffe kam. Die Behörden versuchen, mit strengeren Gesetzen gegenzusteuern.

Interessanten am chinesischen Gesundheitsmarkt können an dem Webinar „Vom Copycat zum Vorreiter - Wohin steuert China in der Gesundheitswirtschaft?“ der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft teilnehmen, das am 17. Mai um 9 Uhr stattfindet. Im Rahmen des einstündigen Online-Seminars informieren China-Experten über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Pharma, Medizintechnik und Biotechnologie. Teilnehmener können zudem vorab Fragen übermitteln oder diese in Echtzeit stellen. Das Webinar findet auf Deutsch statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Weiterführende Informationen

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