Meldung
10.04.2019

Indonesien: Wirtschaftswachstum kommt Medizintechnikbranche zugute

Die Einführung einer allgemeinen Krankenversicherung und das steigende Wohlstandsniveau treiben die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und somit auch nach Medizintechnik in Indonesien an. Deutschland liefert vor allem Röntgengeräte in das Land.

Flagge Indonesiens
© istockphoto.com/ Robert Churchill

Nach Schätzungen des US-Handelsministeriums soll der indonesische Medizintechnikmarkt von 2017 auf 2018 um 25 Prozent gewachsen sein und derzeit ein Volumen von umgerechnet etwa drei Milliarden Euro haben. Das liegt unter anderem daran, dass 2014 eine allgemeine Krankenversicherung eingeführt wurde. Das hat eine positive Strahlkraft auf den Medizintechnikabsatz. Denn zum Teil sind auch Röntgenuntersuchungen oder Krebsbehandlungen im Leistungsumfang enthalten. Was den Wachstumstrend der Branche ebenfalls begünstigt, ist das steigende Wohlstandsniveau. Damit verbunden ist die Zunahme von Zivilisationskrankheiten, etwa Übergewicht, Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Trotz höherer staatlicher Ausgaben ist der Privatsektor der größte Treiber des Gesundheitswesens. Denn aufgrund des allgemeinen Wirtschaftswachstums ist eine städtische Mittelschicht entstanden, die für viele Gesundheitsleistungen selbst aufkommen kann. Das wirkt sich auch auf das Angebot aus: Seit 2015 haben 288 neue Gesundheitseinrichtungen eröffnet, 249 davon sind in privater Hand. Im Jahr 2017 gab es insgesamt 2.776 Krankenhäuser, von denen 1.767 privat betrieben wurden.

Indonesien importierte 2017 Medizintechnik im Wert von 673 Millionen Euro. Deutschland war der wichtigste Lieferant, gefolgt von China, den USA und Japan. Besonders gefragt sind deutsche Hightech-Produkte, vor allem Röntgenapparate sowie Therapie- und Atmungsgeräte. Wer Medizintechnik nach Indonesien einführen will, kann sich auf der Webseite von Germany Trade & Invest informieren. Hier sind alle wichtigen Hinweise zur Geschäftspraxis zusammengefasst.

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