Meldung
19.12.2018

Medizintechnikeinfuhren nach Hongkong steigen

Die Nachfrage nach Medizintechnik entwickelt sich dynamisch. Die Volksrepublik (VR) China ist traditionell der wichtigste Zulieferer für die Selbstverwaltungsregion. Bei höherwertigen Apparaten sind besonders Produkte aus den USA, Deutschland und Japan gefragt.

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© istockphoto.com/ UygarGeographic

Der Bedarf an Medizintechnikprodukten in Hongkong steigt. Gründe dafür sind die hohe Zuwanderung, eine alternde Bevölkerung und ein reger Medizintourismus. Die Regierung bietet den Einwohnern eine kostenlose Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und Tageskliniken. Aufgrund der steigenden Nachfrage wird das Gesundheitssystem immer weiter ausgebaut. Bis zum Jahr 2026 sollen zusätzlich 5.000 Klinikbetten entstehen. Private Anbieter profitieren von der wachsenden Nachfrage insbesondere im Bereich des Medizintourismus.

Weil es in Hongkong nur wenige einheimische Produzenten gibt, wird der Bedarf an Medizintechnik fast vollständig durch Einfuhren gedeckt. Die Importe beliefen sich im Jahr 2017 auf 1,9 Milliarden Euro. Das waren fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Hochrechnungen des Statistikamts Hongkong zeigen, dass die Importe im Jahr 2018 noch einmal um etwa 15 Prozent auf einen Wert von 2,1 Milliarden Euro steigen dürften. Ab dem 4. Quartal des Jahres, wenn immer mehr Zölle aus dem Handelsstreit der USA und der VR China zum Greifen kommen, könnte sich das Wachstum nach Einschätzung von Analysten abschwächen. Bislang haben sich die negativen Prognosen jedoch als falsch erwiesen.

Traditionell ist die VR China der wichtigste Medizintechniklieferant für Hongkong. Besonders gefragt sind Verbrauchsgüter und einfache elektromedizinische Geräte. Bei höherwertigen Apparaten werden Produkte aus den USA, Deutschland und Japan präferiert. Deutschland lieferte im Jahr 2017 Medizintechnik im Wert von rund 187 Millionen Euro nach Hongkong. In den ersten acht Monaten des Jahres 2018 legten die deutschen Importe um etwa 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Bis zum Dezember dürften sie einen Wert von knapp 223 Millionen Euro erreichen.

Weitere Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen, Geschäftspraxis, Recht, Zoll, Ausschreibungen und Entwicklungsprojekten sind auf der GTAI-Seite über Hongkong zusammengefasst. Zusätzlich bietet GTAI einen Überblick über verschiedene Themen in der Region Asien.

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