Meldung
11.12.2018

Brasilianer geben mehr Geld für Medikamente und Generika aus

Der Wirtschaftskrise zum Trotz sind die Verkaufszahlen für Pharmaprodukte in Brasilien deutlich gestiegen. Für 2018 erwartet der Branchenverband Sindusfarma eine Zunahme von bis zu neun Prozent. Davon können insbesondere deutsche Generikahersteller profitieren.

Flagge Brasiliens; Quelle: istock/terraxplorer
© istock/terraxplorer

Die Medikamentenumsätze in Brasilien haben, verglichen mit dem Vorjahr, im ersten Halbjahr 2018 um 7,8 Prozent zugenommen und belaufen sich auf etwa zwölf Milliarden Euro. Das liegt zum einen an der alternden Bevölkerung, die versorgt werden muss. Zum anderen leiden immer mehr Menschen an chronischen Krankheiten, wodurch eine Langzeitmedikation notwendig ist. Hinzu kommt, dass mehr als die Hälfte der Brasilianer Übergewicht hat, was Bluthochdruck oder Diabetes auslöst. Gleichzeitig verstärkt sich bei vielen Menschen aber auch das Gesundheitsbewusstsein, weshalb sie eher dazu bereit sind, Geld für Pharmazeutika auszugeben. Da derzeit etwa 80 Prozent der Kosten aus eigener Tasche bezahlt werden, sind Generika beliebter geworden. Sie sind per Gesetz 35 Prozent günstiger als das Original. Häufig ist der Preisunterschied jedoch noch größer. Mittlerweile machen Generika über ein Fünftel der Verkäufe aus, Tendenz steigend.

Aufgrund der positiven Marktlage ist Brasilien nicht nur ein gewinnbringender Absatzmarkt für deutsche Produzenten, sondern das Land eignet sich auch als Investitionsstandort. Viele internationale Pharmakonzerne investieren derzeit bereits in Produktionsstätten vor Ort.

Deutsche Unternehmen, die über neue Regelungen im brasilianischen Arzneimittelmarkt auf dem Laufenden bleiben möchten, können sich für den GTAI-Newsletter „PharmaUpdate Brasilien“ anmelden. Dieser informiert über Änderungen in der Gesetzgebung. Die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft unterstützt damit Exporteure, ihre Produkte sowie das Vertriebssystem frühzeitig an Neuregelungen anzupassen.

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