Meldung
31.05.2018

Zentralamerikas Pharmasektor entwickelt sich positiv

Insbesondere Guatemala und Costa Rica sind für Pharmaproduzenten von Bedeutung, denn das jährliche Wachstum ist vergleichsweise hoch. Deutsche Importe nahmen zuletzt zu.

Pillenproduktion in der pharmazeutischen Industrie; Quelle: istockphoto.com/zorazhuang
© istock.com/zorazhuang

Nach Angaben von BMI Research sollen die Umsätze, die in Zentralamerika mit Pharmaprodukten erzielt werden, bis 2020 zulegen. Denn die Bevölkerungszahl steigt und die Menschen werden älter. Zudem wird ein Wirtschaftswachstum von jährlich 3 bis 4 Prozent erwartet. Häufigere Überweisungen von Landsleuten aus den USA sind ein weiterer Grund für den höheren Bedarf.

Im Vergleich wird die größte Nachfrage in Guatemala erwartet. Das durchschnittliche Wachstum soll bei jährlich acht Prozent liegen. Auch der costa-ricanische Pharmamarkt soll sich positiv entwickeln. 2017 war der Pro-Kopf-Umsatz hier am höchsten. Daneben ist die Nachfrage in El Salvador und Panama seit 2016 gestiegen. Nach einem Rückgang 2017 wird erwartet, dass die Nachfrage in Honduras wieder zunimmt. Dennoch wird für das Land das geringste Wachstum prognostiziert. Die größten Ausgaben sehen die Regierungen der Länder zur Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten vor, die vor allem in Costa Rica und Panama auf dem Vormarsch sind.

Viele ausländische Hersteller haben ihre regionale Zentrale in Costa Rica, das gute Ansiedelungsbedingungen bietet. Eine Sonderfunktion nimmt auch die Handelsdrehscheibe Panama ein, dessen Freizone Colón 2015 Pharmazeutika für insgesamt 1,4 Milliarden Euro reexportierte.

Mexiko ist das wichtigste Lieferland für Zentralamerika, vor den USA und Deutschland. 2017 konnten deutsche Hersteller ihre Position allerdings verbessern und die Einfuhren inklusive Freizone um 13 Prozent auf 95 Millionen Euro steigern. Einen detaillierten Bericht stellt Germany Trade & Invest zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

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  • Zentralamerikas Pharmamärkte wachsen

    Bonn (GTAI) - Zentralamerikas Märkte für Pharmazeutika sind ein Spiegelbild von Einkommen und Gesundheitssystemen in der Region. Neben den relativ hohen Umsätzen in Costa Rica und Panama gibt es in Nicaragua oder auch Honduras große Lücken in der Versorgung mit Arzneimitteln. Das bevölkerungsreiche Guatemala weist die höchsten Umsätze aus und ist auch ein nennenswerter Pharmaproduzent, ebenso El Salvador. Einen beträchtlichen Teil ihrer Brancheneinfuhren wickeln die Länder über Panamas Freizone Colón ab.