Meldung
25.05.2018

Spanische Privatkliniken setzen auf High-Tech

In Spanien wird wieder in die Gesundheitsversorgung investiert. Im ganzen Land entstehen neue öffentliche Krankenhäuser sowie Privatkliniken. Bestehende Einrichtungen werden saniert.

Flagge Spanien; Quelle: fotolia.com/BMDstudio
© fotolia.com/BMDstudio

Nach harten Sparjahren nehmen die öffentlichen Gesundheitsausgaben in Spanien wieder zu. Dem Verband der Medizintechnikhersteller Fenin zufolge lag das Budget des öffentlichen Gesundheitssystems 2016 etwa 3,6 Prozent über dem des Vorjahres. Aktuell wird sowohl in Sanierungsmaßnahmen als auch in Neubauten von Gesundheitseinrichtungen investiert. Laut dem Verband der Infrastruktur-Bauunternehmen SEOPAN sind die öffentlichen Investitionen 2017 im Vergleich zu 2016 um rund 70 Prozent auf etwa 577 Millionen Euro gestiegen.

Auch private Klinikbetreiber wollen sich ihren Anteil an den steigenden Ausgaben sichern. Neue Kliniken sollen mit High-Tech-Medizin ausgestattet werden und Gesundheitstouristen anziehen. Wie der Branchenanalysedienst DBK berichtet, haben private Träger 2016 etwa 6,2 Milliarden Euro umgesetzt. Der Zuwachs ist vor allem auf die positive Entwicklung der Verträge mit privaten Krankenversicherungen zurückzuführen. Eine Vielzahl der privaten Bauprojekte führt die Krankenhausgruppe Quironsalud durch. Aktuell werden 50 Millionen Euro in ein neues Krankenhaus in Cordoba investiert, das noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. Ein weiteres Bauprojekt ist in Alcala de Henares gestartet. Dafür stehen 27 Millionen Euro zur Verfügung. Erweitert werden zudem das Krankenhaus in Malaga und das Universitätsklinikum Quironsalud Madrid.

Eine Liste aller Bauprojekte mit Angaben zu Investitionssummen, Beschaffungsgegenständen und weiterführenden Hinweisen stellt Germany Trade & Invest zur Verfügung. Zudem kann man auf der GTAI-Webseite aktuelle Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen und Geschäftspraxis Spaniens abrufen.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen

  • Neue Krankenhausprojekte in Spanien

    Madrid (GTAI) - Spaniens Krankenhausbau hat die Lähmung durch Finanzkrise und Sparzwänge überwunden. Der private Sektor investiert wieder, allen voran die seit 2017 zu Fresenius Helios gehörende Gruppe Quironsalud. Dank eines besseren Gesundheitsbudgets ist auch der öffentlichen Sektor in Bewegung geraten, mit Ausschreibungen von Projekten, Sanierungsmaßnahmen und Neubauten. Deutsche Hersteller von elektromedizinischen Geräten konnten 2017 mit wachsenden Lieferungen diesen Trend nutzen.