Meldung
15.05.2018

Finnland baut Vorreiterrolle im Bereich E-Health aus

Im EU-Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft belegte Finnland 2017 den zweiten Platz. Die Digitalisierung der Gesundheitsbranche steht weit oben auf der nationalen Agenda.

Flagge Finnland; Quelle: fotolia/Björn Wylezich
© Quelle: fotolia/Björn Wylezich

Der Ausbau des E-Health-Systems ist ein wichtiger Bestandteil der finnischen Digitalisierungsbemühungen. Vorangetrieben wird der Prozess von großen nationalen IT-Firmen und einer lebendigen finnischen Start Up-Szene. Trotz seiner überschaubaren Größe ist das Land ein interessantes Pflaster für Investoren. Die finnischen Business Angels investierten 2016 insgesamt 53 Millionen Euro. Venture-Capital-Investoren beteiligten sich mit rund 121 Millionen Euro an Unternehmen.

Auch die Regierung sieht in der Digitalisierung großes Potenzial und stellt rund 100 Millionen Euro für den Ausbau digitaler Dienstleistungen zur Verfügung. Um vorliegende Informationen dienstleistungsübergreifend nutzen zu können, soll bis 2019 ein Informationsmanagement-Gesetz in Kraft treten und eine landesweit einheitliche IT-Architektur aufgebaut werden. Dafür arbeitet das Land eng mit dem Nachbarn Estland zusammen.

Ein Beispiel, dass Finnland schon jetzt zu den E-Health-Vorreitern zählt, ist das Projekt „Gesundheitsdorf“: In virtuellen Gesundheitszentren stellen die fünf Unikliniken Informationen zur Selbstbehandlung und Diagnose zur Verfügung.

Das Slush-Gründerfestival in Helsinki ist eine gute Möglichkeit, die finnische Start Up-Szene kennenzulernen. Die Deutsch-Finnische Handelskammer ist Eventpartner und bietet deutschen Unternehmen die Möglichkeit, sich hier zu präsentieren.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen

  • Digitalisierungsmeister Finnland baut E-Health- und E-Government-Lösungen aus

    Helsinki (GTAI) - Die Digitalisierung gehört zu den Kernkompetenzen Finnlands: Das Land ist europäischer Spitzenreiter beim Online-Banking und der Verwendung von Cloud-Lösungen. Zudem erreicht es im Networked Readiness Index des Weltwirtschaftsforums und im EU-Ranking für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft jeweils den zweiten Platz. Für Innovationen sorgen die lebhafte Start-up-Szene und Investitionen der Regierung in E-Government und E-Health. (Kontaktadressen)