Meldung
22.02.2018

Absatzchancen bei Kenias Privatkliniken

Private Kliniken in Kenia sind für deutsche Medizintechnikunternehmen zunehmend interessant. Bei vermehrtem Patientenzulauf wird hier in Ausstattung investiert. Die richtige Pflege der Geschäftspartner vor Ort ist ein Schlüssel zum Markterfolg.

Kenianische Flagge flattert im Wind
© fotolia.com/ben-design.com

Kenia ist auf den Import von Medizintechnik angewiesen, denn das Land produziert keine eigenen medizintechnischen Produkte. Die wichtigsten Lieferanten sind die USA, Deutschland und China. Ein gut im Markt eingeführtes Vertriebsteam, das den Kontakt zum Kunden pflegt, ist eine wichtige Voraussetzung, um im Importgeschäft erfolgreich mitzuspielen. Deutsche Unternehmen sollten jedoch darauf achten, nur mit verlässlichen Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten.

Die Abnehmer von Medizintechnik sind hauptsächlich private Kliniken. Die Lieferchancen sind in Relation zur eher geringen Marktgröße gut. Der öffentliche Sektor hat hingegen mit Kapital- und Versorgungsengpässen zu kämpfen. Patienten können daher mit einem Gutschein der staatlichen Krankenversicherung auch private Kliniken nutzen, wenn sie die Differenz zum Gutscheinwert selbst zahlen. Ein Trend, der den Bedarf an deutscher Medizintechnik künftig weiter steigern könnte: Investoren vom Persischen Golf interessieren sich für kenianische Kliniken in Familienbesitz. So wurde etwa die Krankenhausgruppe Avenue mehrheitlich von der Abraaj-Gruppe übernommen.

Die Leitmesse für den Mittleren Osten und Nordafrika ist die Arab Health. Sie ist ein Pflichttermin für Anbieter und Nachfrager auf dem kenianischen Markt. Daneben ist die Messe Medic East Africa ein zentrales lokales Branchenevent. Kenianische Entscheidungsträger möchten zu solchen Veranstaltungen eingeladen und dort auch begleitet werden.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen

  • Branche kompakt: Kenia ist ein Nischenmarkt für Medizintechnik

    Nairobi (GTAI) - Das kenianische öffentliche Gesundheitswesen bleibt trotz deutlich verbesserter Versorgung mit US-amerikanischer Medizintechnik in einer Krise. Großer Profiteur ist der Privatsektor. Deutsche Technikverkäufer sind gut positioniert, das Marktpotenzial ist allerdings sehr überschaubar. Zwei Trends sind für deutsche Medizintechnikunternehmen interessant: Arabische Investoren geben Kapital, um Krankenhäuser zu modernisieren. Und es gibt die Möglichkeit von Leasingverträgen.