Meldung
30.04.2018

DBT 2018: Exportinitiative beleuchtet den Schlüsselmarkt USA

US-erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer diskutierten im Rahmen der Deutschen Biotechnologietage Markteinstiegsstrategien für den Biotechnologie-Leitmarkt. „Je früher desto besser“ ist die zentrale Botschaft der Experten. Die Frühstücksrunde der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft war mit 50 Teilnehmern gut besucht.

Gruppenbild der Referenten v.l. Axel Lohse, Exportinitiative Gesundheitswirtschaft; Dr. Thomas Taapken, Medigene AG; Dr. Kathrin Grassme, Boston Healthcare; Dr. Wolfgang Söhngen, Paion AG; Dr. Achim Plum, Curetis GmbH
Gruppenbild der Referenten v.l. Axel Lohse, Exportinitiative Gesundheitswirtschaft; Dr. Thomas Taapken, Medigene AG; Dr. Kathrin Grassme, Boston Healthcare; Dr. Wolfgang Söhngen, Paion AG; Dr. Achim Plum, Curetis GmbH
© S.Z.Kurc und Bernd Lammel
Gruppenbild der Referenten

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ - diesen Leitsatz hatten die Teilnehmer der Frühstücksrunde am zweiten Tag des führenden deutschen Biotech-Events offensichtlich bereits verinnerlicht. Das Thema war sicher ein weiterer Grund, sich etwas früher in das Berliner Congress Center zu begeben.

Die USA sind der Weltmarktführer der Branche und stehen damit für deutsche Unternehmen ganz oben auf der Liste potenzieller Auslandsmärkte. In der einstündigen Veranstaltung wurden dann auch ganz konkret der Markteinstieg, entsprechende Strategien, Trends und Tipps aus der Praxis vorgestellt.

Dr. Wolfgang Söhngen gibt Tipps zum Umgang mit Geschäftspartnern in den USA
Dr. Wolfgang Söhngen gibt Tipps zum Umgang mit Geschäftspartnern in den USA
© Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
Dr. Wolfgang Söhngen gibt Tipps zum Umgang mit Geschäftspartnern in den USA
Über praktische USA-Erfahrung verfügten alle Referenten der Runde. Einstimmig rieten Sie den Teilnehmern, sich möglichst früh auf dem US-Markt zu engagieren.

Denn die USA sind nicht nur der weltweit größte Biotechnologiemarkt, sie sind führend in der Forschung, richten die wichtigsten Konferenzen der Branche aus und sind zudem Heimat der finanzkräftigsten Investoren.

Ratsam sei auch, bereits früh Partnerschaften – sei es im Forschungs- oder Finanzierungsbereich – zu etablieren. Daher sollte man idealerweise bereits in der Entwicklungsphase vor Ort präsent sein.

Das Biotechnologiegeschäft ist größtenteils ein B2B Geschäft und die Nähe zu anderen Unternehmen der Branche enorm wichtig. Daher sind Biotech-Cluster – ein weiterer wichtiger Tipp der Experten – essenziell für einen erfolgreichen Markteinstieg. Betont wurde auch die Bedeutung von Soft Skills: im Umgang mit dem eigenen Team, mit Partnern aber auch Behörden wie der FDA. Dazu kamen weitere Dos und Don‘ts insbesondere für die Venture Capital Akquise.

Angesichts der spannenden Themen hatte sich das frühe Aufstehen für die rund 50 Teilnehmer vermutlich mehr als gelohnt. Gut informiert und gestärkt konnten sie danach in den zweiten Teil der Deutschen Biotechnologietage starten.

Dr. Kathrin Grassme: Biotech-Cluster sind essenziell beim Markteinstieg
Dr. Kathrin Grassme: Biotech-Cluster sind essenziell beim Markteinstieg
© Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
Dr. Kathrin Grassme: Biotech-Cluster sind essenziell beim Markteinstieg
Die Deutschen Biotechnologietage sind Deutschlands wichtigste Plattform für Biotechnologie.

Seit 2010 wird die Konferenz jährlich von BIO Deutschland und dem Arbeitskreis der Deutschen BioRegionen ausgerichtet. In diesem Jahr war Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zu Gast. In seiner Rede betonte er die Bedeutung der Biotechnologie für den Life-Sciences Standort Deutschland und kündigte eine Biotech-Agenda der Bundesregierung an.

Ziel dieser soll es sein, die Innovationskraft der deutschen Biotechnologie nachhaltig zu stärken. Zu der Konferenz in Berlin hatten sich 1.000 Teilnehmer angemeldet. Im kommenden Jahr sind die Biotechnologietage vom 9. bis 10. April in Würzburg zu Gast.

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