Meldung
27.04.2017

Mexikos Pharmamarkt wird mittelfristig wachsen

Auch wenn der Handel mit Arzneimitteln in Mexiko aufgrund der Peso-Schwäche derzeit nur moderat wächst, sind die Aussichten für die dortige Arzneimittelbranche grundsätzlich positiv: Marktforscher gehen davon aus, dass die Medikamentennachfrage mittel- und langfristig kräftig steigen wird. Lateinamerikas zweitgrößter Pharmamarkt ist daher auch für deutsche Arzneimittelhersteller interessant.

Flagge Mexiko; Quelle: fotolia/WavebreakmediaMicro
© fotolia/WavebreakmediaMicro

Zu den wichtigsten Markttreibern zählt einerseits das nach wie vor hohe Bevölkerungswachstum. Daneben führt die Alterung der mexikanischen Gesellschaft zu einem steigenden Absatz an Medikamenten. Auch in Mexiko wird es künftig immer mehr Fälle von chronischen und altersbedingten Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Gefäßverstopfungen sowie Gebärmutter- und Darmkrebs geben.

Der mexikanische Pharmamarkt setzte 2016 Medikamente von insgesamt rund 9,3 Milliarden Euro um. Importe hatten dabei einen Anteil von rund 25 Prozent. Schließt man pharmazeutische Vorprodukte mit ein, lag der Anteil im vergangenen Jahr sogar bei 40 Prozent (3,8 Milliarden Euro). Eingeführt werden in Mexiko vorwiegend neuartige Arzneimittel sowie Medikamente, die unter Patentschutz stehen. Besonders hoch sind die Importe von Diabetes-, Magen-Darm- und Krebsmedikamenten sowie von einigen Impfstoffen. Die mexikanische Fertigung konzentriert sich hingegen hauptsächlich auf Antibiotika, verdauungsfördernde Medikamente, Schmerzmittel sowie Nahrungsergänzungsmittel.

Der größte Teil des mexikanischen Pharmaabsatzes geht mit rund 75 Prozent an Privatkunden, also Haushalte oder private Gesundheitsdienstleister. Die Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitssystems waren 2016 für 25 Prozent der Arzneimittelnachfrage verantwortlich.

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