Meldung
23.03.2017

Grenzüberschreitende Kooperation: Der Schlüssel  zum digitalen Gesundheitsmarkt in Polen

Welche Potenziale bietet der polnische Markt für digitale Gesundheitslösungen? Wo sind die Bedarfe? Was muss beim Markteintritt beachtet werden und wie finde ich geeignete Partner? Diese und weitere Themen diskutierten Marktexperten am 15. März mit deutschen und polnischen Unternehmen in Warschau. Unser Fazit: Der Blick nach Polen lohnt sich.

Teilnehmer im Gespräch; Quelle: Dariusz Majgier | Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
Lebhafter Erfahrungsaustausch der Teilnehmer
© Quelle: Dariusz Majgier | Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
Lebhafter Erfahrungsaustausch der Teilnehmer

Die Digitalisierung des Gesundheitssektors ist ein zentrales Thema der Branche, in Polen wie in Deutschland. Für Gesundheitseinrichtungen und die Industrie bietet die Digitalisierung erhebliche Chancen, allen voran Effizienz- und Qualitätssteigerungen. Gleichzeitig ist das Thema äußerst komplex und stellt die Akteure vor diverse Herausforderungen. Datenschutz, technische Infrastruktur und Interoperabilität sind hier zentral. 

Am 15. März kamen auf Einladung der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft deutsche und polnische Unternehmen der Branche, Marktexperten, Vertreter des polnischen Gesundheitssektors, Industrievereinigungen und Cluster  in Warschau zusammen, um genau diese Themen zu diskutieren. Im Vordergrund des Seminars stand die Frage, wie Digitalisierung die Qualität und Effizienz von Gesundheitseinrichtungen in Polen steigern kann und welchen Beitrag deutsche Unternehmen durch ihr Know-how und spezielle Lösungen hier leisten können. 

Für die deutsche Seite waren natürlich auch die Aspekte Marktchancen und Bedingungen in Polen wichtig.  Entsprechend war die Veranstaltung konzipiert und der erste Teil richtete sich ausschließlich an die deutschen Teilnehmer. Experten informierten diese umfassend zur Marktsituation vor Ort, das polnische Gesundheitssystem, die wesentlichen Akteure, Finanzierung und Markteintrittsbedingungen. Hauptfokus des weiteren Programms lag dann auf der Vorstellung und Diskussion von aktuellen Bedarfen und digitalen Lösungen „Made in Germany“. In thematischen Blöcken wurden Anwendungsbeispiele aus der Praxis, digitale Lösungen im Bereich Anwendervernetzung und  konkrete Bedarfe in der Form von Fallstudien vorgestellt. 

Der anschließende lebhafte Meinungs- und Erfahrungsaustausch war vor allem von Fragen zur Machbarkeit, gesetzlichen Regulierung und möglichen Potenzialen in beiden Märkten dominiert. Die Teilnehmer konnten hier wichtige Denkanstöße mitnehmen. Es wurde einstimmig resümiert, dass der Weg über grenzübergreifende Partnerschaften und gemeinsame Pilotprojekte die wohl beste Möglichkeit sei, sich dem polnischen Markt anzunähern. Der erste Schritt dazu ist am 15. März erfolgt: Die Teilnehmer konnten sich vor Ort vernetzen und wertvolle Branchenkontakte knüpfen.