Meldung
17.01.2017

Gute Aussichten für Lettlands Augenoptikbranche

Steigende Löhne kurbeln die Kauflaune der lettischen Bevölkerung an. Experten zufolge sollen die Konsumgüterausgaben privater Haushalte 2017 und 2018 um 3,5 bzw. 4 Prozent zunehmen. Das kommt auch dem Augenoptikeinzelhandel zugute. Vom positiven Konsumklima profitieren nicht zuletzt die internationalen Hersteller.

Flagge Lettland; Quelle: fotolia/railwayfx
© Quelle: fotolia/railwayfx

Das Jahr 2016 verlief erfolgreich für Lettlands Augenoptiksektor. Nach Angaben des Brillenherstellers Luxottica nahm das Marktvolumen um etwa 5,6 Prozent zu. Der positive Trend soll sich weiter fortsetzen: Für 2017 wird ein Plus von 10,1 Prozent prognostiziert, was ein Marktvolumen von 28,4 Millionen Euro bedeuten würde. Grund für die dynamische Entwicklung sind höhere Konsumgüterausgaben von Privatpersonen aufgrund steigender Gehälter. So legt sich mittlerweile fast die Hälfte der lettischen Brillenträger alle zwei bis drei Jahre eine neue Sehhilfe zu. Zusätzlich stärkt der Medizintourismus die Branche – in Lettland sind diverse spezialisierte Einrichtungen für Augenbehandlungen beheimatet.

Aufgrund der geringen inländischen Produktionskapazitäten ist der baltische Staat stark von internationalen Herstellern abhängig. 2015 belief sich die Einfuhrsumme für augenoptische Produkte auf etwa 15,7 Millionen Euro. Der steigende Privatkonsum wirkt sich auch auf die Importrate aus: Im ersten Halbjahr 2016 nahm diese im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um fast 10 Prozent zu. Nach Großbritannien, Litauen und Italien kommen die meisten augenoptischen Erzeugnisse aus deutschen Produktionsstätten. 2015 belief sich die Einfuhrsumme hier auf 1,9 Millionen Euro. In der Kategorie Ferngläser, -rohre und Zubehör sind deutsche Hersteller führend – mit einem Importanteil von 19,1 Prozent.

Trotz des positiven Konsumklimas sollten internationale Hersteller beachten, dass das Preisniveau für Konsumgüter in Lettland vergleichsweise niedrig ist. Nach Eurostat Angaben lag dieses 2015 durchschnittlich um fast 31 Prozent unter dem EU-weiten Niveau. Auch Sehhilfen werden vergleichsweise preiswert angeboten. Etwa 60 Prozent der verkauften Brillen (Gestelle und Gläser) kosten weniger als 100 Euro. Günstige Brillen sind schon ab etwa 40 Euro erhältlich.