Meldung
11.01.2017

Gute Voraussetzungen für einen gelungenen Markteintritt in Italien

Der italienische Gesundheitsmarkt entwickelt sich für ausländische Unternehmen derzeit positiv. Nachdem die Branche in den letzten Jahren unter der Haushaltskonsolidierung der Regierung gelitten hat, steigt der Bedarf des öffentlichen Gesundheitssystems wieder an. Deutsche Unternehmen zählen zu den wichtigsten Lieferanten hochwertiger medizinischer Geräte.

Flagge Italien; Quelle:fotolia/Claudio Divizia
© Quelle: fotolia/Claudio Divizia

Die Chancen für deutsche Hersteller von Medizintechnik in Italien stehen gut: Der italienische Medizintechnikmarkt ist 2015 gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro gewachsen. Verantwortlich dafür sind vor allem die zunehmende Alterung der italienischen Gesellschaft sowie die beendete Sparpolitik des Landes. Seit 2013 steigt auch die öffentliche Nachfrage nach Medizintechnik wieder an.

Italien ist traditionell ein Importmarkt für Medizintechnik. Die Abhängigkeit vom Ausland hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt, sodass heute rund 74 Prozent des Marktbedarfs importiert werden. Im Jahr 2015 sind die Einfuhren um sechs Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro angestiegen. Damit liegt Italien als Importeur von medizintechnischen Produkten weltweit auf Platz 9, in Europa auf Platz 6.

Nachgefragt wird Technologie auf hohem Niveau. Staatliche Krankenhäuser stehen in Italien im Wettbewerb um Patienten und müssen ihre Leistungsfähigkeit unter anderem durch moderne Geräteausstattung belegen. Der Substitutionsbedarf insbesondere an medizinischen Großgeräten ist hoch. Zu den am dringendsten benötigten Geräten zählen vor allem Elektrodiagnoseapparate und -geräte sowie Röntgenapparate, aber auch Ophthalmologische Instrumente, Orthopädietechnik sowie Therapie- und Atmungsgeräte.

Deutsche Unternehmen der Medizintechnikbranche haben in Italien einen hohen Stellenwert: Neben den Niederlanden, Belgien, Frankreich und den USA zählt Deutschland zu den wichtigsten Lieferländern. Eine Reihe deutscher Anbieter sind in Italien Marktführer auf Spezialgebieten – etwa bei Geräten für die künstliche Ernährung oder zur Behandlung von Diabetikern. Daneben unterhalten einige Mittelständler aus Deutschland eine eigene Produktion in Italien oder kooperieren mit italienischen Herstellern.