Meldung
05.10.2015

Gesundheitsmarkt Bolivien: Milliardenschwere Investitionen geplant

Boliviens Regierung hat ein umfangreiches Investitionsprogramm für das Gesundheitswesen gestartet: Bis 2017 sollen umgerechnet mehr als 1,4 Milliarden Euro in den Bau und die Ausrüstung von insgesamt 46 Krankenhäusern unterschiedlicher Komplexität investiert werden. Die Exportchancen für deutsche Anbieter von Medizintechnik stehen daher in den nächsten beiden Jahren besonders gut.

Flagge Bolivien; Quelle: fotolia/Lulla
© Quelle: fotolia/Lulla

Für Staatschef Evo Morales ist das neue Programm „Hospitales para Bolivia“ zukunftsweisend. Im Einzelnen vorgesehen ist der Bau von vier Spezialkliniken, die größere Regionen oder mehrere Städte mit besonders teuren und aufwendigen Leistungen versorgen: ein Hospital für Nierenerkrankungen in Santa Cruz mit Investitionen in Höhe von 213 Millionen Euro, ein kardiologisches Institut in San Lorenzo (134 Millionen Euro), eine Klinik für Krebserkrankungen in der Landstadt Tolata (115 Millionen Euro) sowie eine Magen-Darm-Klinik in La Paz (63 Millionen Euro). Darüber hinaus sind elf weniger komplexe Hospitäler mit Maximalversorgung für Gesamtinvestitionen von knapp 537 Millionen Euro sowie 31 weitere Einrichtungen mit Schwerpunktversorgung für knapp 366 Millionen Euro in Planung.

Die Deutsch-Bolivianische Industrie- und Handelskammer prognostiziert gute Lieferchancen für deutsche Anbieter von Medizintechnik und Gesundheitsdienstleistungen. Alle Krankenhausprojekte sollen für eine schlüsselfertige Lieferung ausgeschrieben werden. Der jeweilige Zuschlagnehmer wird folglich für den Bau und die Ausrüstung der Krankenhäuser verantwortlich sein.

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