Meldung
10.02.2015

Arab Health 2015: Initiative „Health – Made in Germany“ erzielt große Resonanz bei internationalem Fachpublikum

Auf der Fachmesse Arab Health 2015 in Dubai präsentierten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche deutsche Unternehmen der Gesundheitswirtschaft ihre Produkte, Lösungen und Innovationen. Im englischsprachigen Messemagazin „medtech|d“ gab Dr. Tilo Mandry, Leiter der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft, einem breiten Fachpublikum Auskunft über die erfolgreichen Aktivitäten der Initiative „Health – Made in Germany“.

Gesundheitswesen Dubai
© colourbox.com

Im Interview ging Tilo Mandry zunächst auf die ganzheitliche Funktion der Initiative „Health – Made in Germany“ ein. Dabei stehen vor allem die vier unterschiedlichen Arbeitskreise im Mittelpunkt: Medizintechnik, Medizinische Biotechnologie, Arzneimittel sowie Telemedizin & gesundheitsbezogene Dienstleistungen. Ziel der Arbeitskreise ist es, Zugang zu neuen Märkten zu gewinnen und die Innovationen der deutschen Biowissenschaft im Ausland zu fördern.

Die arabische Golfregion gehört zu den Staaten, mit denen sich die Initiative „Health – Made in Germany“ seit ihrer Entstehung im Jahr 2011 besonders intensiv befasst – vor allem in den Bereichen Krankenhausplanung, Ausbildung von medizinischem Personal, Telemedizin und E-Health. Laut Tilo Mandry variieren die gesundheitlichen Interessen in den Golfstaaten stark. Die Initiative kümmert sich daher individuell um die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Landes. So gäbe es beispielsweise in Saudi Arabien einen großen Bedarf an einer verbesserten Gesundheitsinfrastruktur: Viele kleine Städte, ländliche Gegenden und abgelegene Dörfer liegen zum Teil sehr weit voneinander entfernt. „Health – Made in Germany“ unterstützt daher telemedizinische Lösungen, um die Bedürfnisse der dort lebenden Patienten zu erfüllen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bestehe hingegen eine große Nachfrage nach Rehabilitationszentren. Im Juni letzten Jahres veranstaltete „Health – Made in Germany“ ein Seminar in Dubai, bei dem es darum ging, wie E-Health-Lösungen in moderne Reha-Zentren integriert werden können.

Tilo Mandry prognostiziert weiterhin ein großes Potenzial der arabischen Länder. Um die Golfstaaten in Zukunft bestmöglich zu unterstützen, sollen ganzheitliche Lösungen statt individuelle Produkte im Vordergrund stehen. Bis Mitte 2015 sind zwei weitere Workshops in Abu Dhabi und Dubai geplant, die sich auf elektronische Gesundheitsdienstleistungen und den Bau von Krankenhäusern spezialisieren.

Die Arab Health, die Ende Januar in Dubai stattfand, ist eine der größten Medizin-Messen und -Kongresse weltweit. 2015 nahmen über 100.000 Besucher aus über 150 Nationen und etwa 4.000 Aussteller teil. Das englischsprachige Messemagazin „medtech|d“ ist ein bedeutendes Informationsjournal, das auf der Arab Health sehr verbreitet ist. Das Interview mit Tilo Mandry fand daher eine große Beachtung und wurde von weltweitem Publikum gelesen. Die Dachmarke der Initiative „Health – Made in Germany“ wurde somit einem breiten Fachpublikum bekannt gemacht, das erfolgreich über den Gesundheitsstandort Deutschland informiert wurde: Zahlreiche User besuchten in den folgenden Tagen und Wochen die Webseite der Exportinitiative und forderten Infomaterial an.

Mit der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die deutsche Gesundheitswirtschaft. Ziel ist es, Deutschlands Position als eines der führenden Exportländer nachhaltig zu stärken. Mit der Umsetzung ist Germany Trade & Invest beauftragt, die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesregierung.