3 Fragen an ...

Im Interview Marion Lükemann

Leiterin der Geschäftsstelle der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft

Marion Lükemann; Illing & Vossbeck Fotografie| www.iv-fotografie.berlin
Marion Lükemann | www.iv-fotografie.berlin

Frau Lükemann, was genau macht die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft?

Deutsche Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sind auf dem Weltmarkt sehr erfolgreich. Dazu kommen weltweit wachsende Gesundheitsausgaben, die zusätzliche Exportchancen eröffnen. Doch das Ganze hat auch eine Kehrseite, denn das Auslandsgeschäft stellt besonders kleine und mittlere Anbieter vor diverse Herausforderungen. Dabei geht es an erster Stelle um Informationen zu Marktdaten, Einfuhrbedingungen, Zoll und Zulassung aber auch fehlende Kontakte zu Partnern vor Ort oder eine Plattform in den Zielmärkten. Genau hier bieten wir mit unserem Angebot Unterstützung. Unsere Förderung konzentriert sich auf drei zentrale Angebote: Wir stellen umfassende Informationen zu Auslandsmärkten zur Verfügung und wir vermarkten die deutsche Gesundheitswirtschaft und ihre Einzelbranchen im Ausland. Außerdem helfen wir bei der Vernetzung mit internationalen Partnern. Dabei konzentrieren wir uns ganz klar auf KMU.

Wie sieht Ihre Unterstützung konkret aus?

An erster Stelle bündeln wir alle relevanten Informationen zu Auslandsmärkten auf unserer Webseite. Das sind kurze Artikel, Veranstaltungshinweise aber auch Publikationen, die wir zu Einzelmärkten herausgeben und zum Download zur Verfügung stellen. Aktuell arbeiten wir an Marktstudien zu Südkorea, Polen, Kolumbien und Mexiko. Für ausgewählte Länder bieten wir auch monatliche Newsletter zu regulatorischen Themen an. Das Ganze wird noch ergänzt durch andere Formate wie etwa Webinare.

Bei der Vermarktungshilfe im Ausland nutzen wir im Wesentlichen internationale Leitmessen und Konferenzen. Hier geht es uns vor allem darum, die Leistungsfähigkeit von HEALTH MADE IN GERMANY – was gleichzeitig der englische Name der Exportinitiative ist – zur Schau zu stellen. Wir haben dazu einzelne Branchenprofile herausgegeben, die wir dort zur Vermarktung einsetzen. Diese werden seit Neuestem ergänzt durch englische Imagefilme der einzelnen Branchen.

Ein populäres Angebot ist auch die Nutzung unseres Logos „HEALTH MADE IN GERMANY“. Hintergrund ist, dass im Ausland das Label „made in Germany“ hoch geschätzt wird. Deutsche Gesundheits-Unternehmen können hier punkten und das Logo für ihr Auslandsmarketing einsetzen.

Und kommt das an bei den Unternehmen?

Die Unternehmen wissen unsere Arbeit sehr zu schätzen. Besonders die strukturierte, mehrjährige Markterschließung ist hier ein Plus. Wir bieten bewusst keine einmaligen Maßnahmen an, sondern ein Programm, mit dem über mehrere Jahre für deutsche Gesundheitsprodukte und Dienstleistungen geworben wird. Deutsche Unternehmen werden so gut auf die Märkte vorbereitet und können mit unserer Starthilfe vor Ort aktiv werden.