EU-Gesundheitspolitik

Die EU-Gesundheitspolitik wird von der Generaldirektion Gesundheit (DG SANTE) und der EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides gestaltet und verantwortet. Das EU-Programm für die Förderperiode 2021-2027 im Bereich Gesundheitspolitik heißt EU4HEALTH. Fördermittel fließen aber auch über die Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) in alle EU-Staaten. Robert Gampfer (Vertretung der EU-Kommission in Deutschland) erläutert die Grundzüge der EU-Gesundheitspolitik. Außerdem erhalten Sie hier Basisinformationen zu EU4HEALTH, zur ARF, zu den EU-Richtlinien für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika sowie zum neuen Europäischen Raum für Gesundheitsdaten.

EU4Health – das Programm zur Verbesserung des EU-Gesundheitssystems

EU4Health ist das Programm der EU-Gesundheitspolitik für die Jahre 2021-2027. Ausgestattet mit 9,4 Milliarden Euro ist es größer als alle anderen EU-Gesundheitsprogramme zuvor. Damit will die EU einen hochwertigen Gesundheitsschutz für die Bevölkerung sicherstellen und den Weg für eine europäische Gesundheitsunion bereiten. EU4Health soll besonders zur Erholung nach der COVID-19-Pandemie beitragen und die Gesundheitssysteme krisenfester machen.

Die Aufbau- und Resilienzfazilität der EU: Finanzielle Hilfe für Investitionen und Reformen

Die Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) bildet das Herzstück des Wiederaufbaufonds NextGenerationEU, dem „größten Konjunkturpaket aller Zeiten“. Um seinen Anteil an den ARF-Mitteln zu erhalten, hat jedes EU-Mitgliedsland einen detaillierten Plan zu ihrer Verwendung verfasst. Er umfasst auch Ausgaben für das Gesundheitswesen.

EU-Richtlinien zu Medizinprodukten

Für das Inverkehrbringen von Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika gibt es europaweit einheitliche Regelungen. Sie sollen die Sicherheit und Wirksamkeit von Medizinprodukten gewährleisten und den Zugang der Patienten zu den auf dem europäischen Markt verfügbaren Produkten erleichtern.

Der europäische Raum für Gesundheitsdaten

Im Rahmen der Priorität „Ein Europa für das digitale Zeitalter“ will die EU-Kommission einen gemeinsamen europäischen Raum für Gesundheitsdaten errichten. Dabei geht es um den Austausch von Gesundheitsdaten der Patientinnen und Patienten zwischen Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und Apotheken, Ergotherapeuten und Hebammen auf der einen Seite und Forschenden, politischen Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden auf der anderen Seite.

EU-Gesundheitspolitik erklärt: Akteure, Agenturen, Programme

Interview mit Robert Gampfer, Gesundheitsexperte im politischen Team der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Er erläutert im Gespräch mit der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft die Grundzüge der aktuellen EU-Gesundheitspolitik und spricht über die marktbelebenden Effekte der EU-Förderung.

Die Europäische Arzneimittelstrategie

Die EU-Kommission plant, das Arzneimittelsystem der EU bis zum Ende des Jahres 2024 umzugestalten. Deshalb hat sie Ende 2020 eine neue Arzneimittelstrategie veröffentlicht und zur Diskussion gestellt. Sie ist eine wichtige Säule der geplanten europäischen Gesundheitsunion und soll allen Menschen in der EU einen gleichberechtigten Zugang zu sicheren, modernen und erschwinglichen Therapien ermöglichen.

Die EU-Gesundheitsbehörde HERA

Die Europäische Gesundheitsbehörde Health Emergency Preparedness and Response Authority („HERA“) soll Pandemien und andere Gesundheitsgefahren künftig frühzeitig erkennen und im Notfall für die flächendeckende Versorgung mit Medikamenten, Impfstoffen, Masken und Schutzkleidung sorgen. HERA wurde 2021 innerhalb der EU-Kommission eingerichtet und ist ein zentrales Element der EU-Gesundheitsunion.

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In der neuen Reihe „Healthcare Monitor“ beobachtet GTAI aktuelle Marktentwicklungen und Geschäftschancen in den EU-Ländern.

Europa modernisiert seine Gesundheitsmärkte | Branchenbericht | Europa | Gesundheitswesen (gtai.de)

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