Medizinische Biotechnologie

Petrischale mit Pflanze; Quelle: istockphoto.com/YanLev
© istockphoto.com/YanLev

Die medizinische Biotechnologie gehört zu den innovativsten Branchen der deutschen Gesundheitswirtschaft. Hierzulande gibt es neben Frankreich die größte Anzahl an Biotech-Unternehmen in Europa, international renommierte Wissenschaftler und eine Forschungsinfrastruktur, die Weltklasse ist.

Das belegt der Anstieg des Umsatzes auf 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2015. Auch die Zahl der Mitarbeiter in der kommerziellen Biotechnologie stieg auf rund 39.000, begleitet von einer steigenden Anzahl dedizierter Biotechnologie-Firmen mit 593 Unternehmen.

Biotechnologisch hergestellte Pharmazeutika gewinnen für die Arzneimittelbranche an Wichtigkeit. Machten gentechnisch hergestellte Wirkstoffe 2005 nur 12 Prozent aller neuen Substanzen aus, waren es 2015 mit 41% schon fast die Hälfte. Auch bei den Umsätzen mit Biopharmazeutika konnten die Unternehmen 2015 ein Plus von knapp 10 % auf rund 8,2 Milliarden Euro verzeichnen.

Ziel der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft ist es, die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen der Branche nachhaltig zu stärken und deren Internationalisierung aktiv voranzutreiben. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Die branchenspezifischen Maßnahmen zur gezielten Außenwirtschaftsförderung entwickelt die Exportinitiative gemeinsam mit den relevanten Fachverbänden in vier Arbeitskreisen. Der Arbeitskreis medizinische Biotechnologie besteht aus:

  • Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie e.V. (DIB)
  • Vereinigung Deutscher Biotechnologie-Unternehmen e.V. (VBU)
  • Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e.V. (Bio Deutschland)


Wussten Sie schon?

  • In Indien ist die Biotechnologie-Branche auf dem Vormarsch. Die Regierung will die Branche mit weitreichenden Fördermaßnahmen stärken.
  • Australiens Markt für Biotechnologie ist auf Wachstumskurs. Für deutsche Unternehmen bieten sich interessante Kooperationsmöglichkeiten.
  • Israel bietet für Biomanufacturing-Unternehmen hervorragende Exportmöglichkeiten, da es in dem Land selbst nur wenige Lohnhersteller gibt.
  • Serbien beabsichtigt, ein Zentrum für Stammzellenforschung und -einlagerung zu errichten. Der Bau und das Beschaffen von Ausrüstungen werden zum größten Teil aus öffentlichen Mitteln finanziert. Dafür stehen 5,2 Millionen Euro zur Verfügung.
  • Während die Biotech-Branche in den USA noch immer am größten und weitesten entwickelt ist, hat sich inzwischen auch in Europa eine aktive Biotech-Szene etabliert. Deutschland, Großbritannien und die Schweiz zählen zu den Schwergewichten. International bedeutend ist neben Kanada auch Asien.