Meldung
06.02.2018

Deutsche Pharmazeutika in Vietnam gefragt

Der vietnamesische Pharmamarkt gewinnt zunehmend an Dynamik. Höhere Einkommen und die Bereitschaft, mehr Geld für Gesundheitsleistungen auszugeben, treiben die Umsätze. Die Pharmaindustrie produziert allerdings nur eingeschränkt und ist auf Importe angewiesen. Deutschland ist hier gut aufgestellt.

Flagge Vietnam; Quelle:fotolia/Yevgen Belich
© Quelle: fotolia/Yevgen Belich

Die staatliche Krankenversicherung in Vietnam erfasst zunehmend größere Teile der Bevölkerung. Dadurch haben immer mehr Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung und Medikamenten. In den kommenden Jahren wird außerdem der beginnende Alterungsprozess der Gesellschaft dafür sorgen, dass der Bedarf weiter steigt. Insbesondere für die Behandlung von Atemwegs-, Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen wird eine wachsende Nachfrage prognostiziert. Ein Großteil der verschreibungspflichtigen Medikamente wird an Krankenhäuser verkauft, während nichtverschreibungspflichtige „Over-the-counter“ (OTC)-Arzneimittel überwiegend von kleinen Apotheken und Einzelhändlern vertrieben werden.

Da der lokale Pharmamarkt bislang noch wenig entwickelt ist und viele Produktionsstätten international kaum konkurrenzfähig sind, ist das südostasiatische Land auf Importe angewiesen. So beliefen sich die pharmazeutischen Gesamteinfuhren im vergangenen Jahr auf umgerechnet rund zwei Milliarden Euro. Deutschland zählt neben China, Frankreich und der Schweiz zu den wichtigsten Lieferanten: 2016 exportierte die Bundesrepublik Arzneimittel im Wert von ca. 162 Millionen Euro nach Vietnam. Außerdem beginnen deutsche Unternehmen vermehrt damit, aktiv in vietnamesische Pharmafirmen zu investieren und sich auch selbst vor Ort anzusiedeln.

Weiterführende Informationen

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  • Ausländische Pharmazeutika finden in Vietnam starken Absatz

    Hanoi (GTAI) - Die Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten in Vietnam steigt. Immer mehr Menschen sind krankenversichert. Das wachsende Einkommen der Bevölkerung paart sich mit der Bereitschaft, für qualitativ hochwertige Produkte auch höhere Preise zu zahlen. Vietnamesische Unternehmen produzieren im Wesentlichen für den Binnenmarkt und sind auf die Einfuhr von Vorprodukten angewiesen. Ausländische Produzenten entdecken den Markt. Zulassung und Vertrieb von Pharmazeutika bleiben jedoch schwierig.