Meldung
30.01.2018

GTAI im Fokus: „Exportchancen der Gesundheitswirtschaft“

Deutschland exportiert Medizintechnik überwiegend nach Europa. Aber auch der Rest der Welt fragt nach qualitativ hochwertigen Geräten. Die Auslandsmitarbeiter von Germany Trade & Invest (GTAI) haben vor Ort recherchiert und berichten in der neuen Publikation „Exportchancen der Gesundheitswirtschaft“ über Krankenhausprojekte, Markteintrittsmöglichkeiten und neue Geschäftsfelder sowie über wichtige kulturelle und geografische Faktoren in ausgewählten Zielmärkten.

Logo: GTAI

Die anlässlich der MEDICA 2017 erschienene Veröffentlichung aus der GTAI-Reihe „Im Fokus“ stellt zunächst kompakte internationale Nachrichten aus der weltweiten Gesundheitswirtschaft vor. Außerdem nehmen die GTAI-Experten in einer ausführlichen Marktanalyse die vier Exportmärkte Mexiko, Tunesien, Kanada und Südkorea jeweils genauer unter die Lupe. Abschließend fassen GTAI-Zollspezialisten die wichtigsten Erkenntnisse ihrer Studie „Marktzugang für Medizinprodukte - Zulassung und Einfuhr in Indien, Japan, Russland, USA“ zusammen.

Neuigkeiten zu internationalen Märkten gibt es zum Beispiel aus Südafrika. Dort will die Regierung die Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung bis 2025 abschließen. Im 2. Halbjahr 2017 wird außerdem die neue Medizinprodukte-Behörde „South African Health Products Regulatory Authority” ihre Arbeit aufnehmen. Damit besteht in Südafrika künftig eine eigene Zulassungspflicht für medizintechnische Geräte. Auch auf dem ägyptischen Gesundheitsmarkt tut sich derzeit viel: Eine neue Industriezone zur Herstellung von Arzneimitteln sowie ein weiterer medizinischer Großkomplex sorgen am Suezkanal für umfangreiche Investitionen. Weitere aktuelle Neuigkeiten beleuchten die weltweit besten Krankenhäuser für Medizintouristen, die Entwicklung der personalisierten Medizin in Estland, den Mangel an Rettungsfahrzeugen in China sowie den Einsatz von Drohnen für die Zustellung von Medikamenten und Impfstoffen in Malawi.

Der Bericht über die Exportchancen und Markteintrittsmöglichkeiten in Tunesien macht beispielhaft die Chancen und Herausforderungen eines gespaltenen Gesundheitssystems deutlich. Wie in vielen anderen Ländern ist dort die staatliche Grundversorgung nicht ausreichend. Stattdessen ist der private Gesundheitssektor weitaus moderner und eröffnet deutschen Unternehmen neue Geschäftsfelder. So konnten die deutschen Ausfuhren von medizinischen Elektrodiagnoseapparaten, radiologischen Apparaten und von Instrumenten, Geräten sowie Apparaten für medizinische Zwecke nach Tunesien im Jahresschnitt 2011 bis 2016 um knapp sieben Prozent zulegen und summierten sich im Jahr 2016 auf 19,2 Millionen Euro. Zu erwarten ist für 2017 und 2018 ein weiterhin positives Wachstum.

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