Meldung
22.11.2017

EU-Ausstieg Großbritanniens: BAH informiert

Spätestens wenn Großbritannien zum 30. März 2019 für die EU-Mitgliedstaaten zu einem Drittland wird, erwarten deutsche Arzneimittelhersteller im Im- wie Export wesentliche Änderungen. Deshalb hat der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) einen neuen Leitfaden „Der Brexit und seine Folgen für die deutsche Arzneimittelindustrie“ herausgegeben. Das BAH-Papier skizziert nicht nur die wichtigsten Auswirkungen, die nach dem Ausscheiden von Großbritannien aus der EU auf die Branche zukommen, sondern gibt exportorientierten Unternehmen auch praktische Handlungsempfehlungen.

Flaggen EU und Vereinigtes Königreich zum Thema Brexit; Quelle: fotolia/Fredex
© fotolia/Fredex

So müssen Pharmahersteller ab April 2019 etwa zusätzliche Zertifikate und Unterlagen nachweisen, wenn sie Wirkstoffe oder Arzneimittel in Großbritannien ein- oder ausführen möchten. Sollte es keine gegenseitige rechtliche Anerkennung der Zertifikate geben, müssen die betroffenen Unternehmen mit Exportausfällen und Handelsverzögerungen rechnen. Außerdem müssen sich die Hersteller auf teure Doppelstrukturen gefasst machen: Diejenigen, die ihren Firmensitz in der EU haben und auch nach dem „Brexit“ nach Großbritannien exportieren möchten, müssen künftig auch dort eine Niederlassung eröffnen, was für die Firmen sowohl einen personellen als auch finanziellen Mehraufwand bedeutet. Die Arzneimittelindustrie sei deshalb gut beraten, sich schon jetzt auf den „Brexit“ vorzubereiten, meint Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim BAH. 

Der Leitfaden „Der Brexit und seine Folgen für die deutsche Arzneimittelindustrie“ steht zurzeit exklusiv für BAH-Mitgliedsunternehmen zur Verfügung. Demnächst soll er weiteren Zielgruppen zugänglich gemacht werden.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen