Meldung
07.11.2017

Mexiko schreibt neue Krankenhausprojekte aus

In Mexiko sollen neue Krankenhäuser Engpässe im öffentlichen Gesundheitssystem beheben. Damit reagiert die Regierung auf den wachsenden Bedarf der Bevölkerung nach medizinischer Versorgung. Deutsche Hersteller können sich mit ihren Produkten an den ausgeschriebenen Klinikprojekten beteiligen.

Flagge Mexiko; Quelle: fotolia/WavebreakmediaMicro
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Die beiden größten Versicherungsträger des mexikanischen Gesundheitssystems wollen insgesamt 14 Kliniken beziehungsweise Krankenhäuser neu errichten. Hinzu kommen weitere kleinere Gesundheitseinrichtungen. Die Projekte sind als Private-Public-Partnerships (PPP) angelegt, wodurch die Ausrüstungsbeschaffung vorrangig durch private Träger erfolgt. Sie laufen über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren.

Die Ausweitung der Gesundheitsinfrastruktur dürfte einen stärkeren Importbedarf auslösen. Der Großteil der medizinischen Ausstattung stammt aus dem Ausland, da in Mexiko selbst nur wenige Produkte dieser Art hergestellt werden. Im Jahr 2016 verzeichneten die medizinischen Einfuhren nach Mexiko einen Zuwachs von fünf Prozent und setzten damit ihren positiven Trend der vergangenen Jahre fort. Besonders hoch war das Einfuhrplus bei Elektrodiagnoseapparaten, Verbrauchsgütern wie Spritzen und Kathetern sowie bei ophthalmologischen Instrumenten (Augenarztbedarf). Rund zwei Drittel der Einfuhren stammen aus den USA. Deutschland liegt hinter der VR China auf Platz drei der wichtigsten Lieferländer.

Eine Auswahl der derzeit ausgeschriebenen PPP-Klinikprojekte mit Angaben zum Investitionsvolumen und aktuellem Status sowie eine Auflistung der benötigten medizintechnischen Ausrüstung nach Produktgruppen gibt es hier.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen

  • Mexiko baut Gesundheitsversorgung aus

    Mexiko-Stadt (GTAI) - Die Versicherungsträger im öffentlichen mexikanischen Gesundheitssystem haben weitreichende Pläne für neue Krankenhäuser und weitere Gesundheitseinrichtungen. Die Projekte sind als Private-Public-Partnerships (PPP) angelegt, wodurch die privaten Auftragnehmer stark in die Kaufentscheidungen von medizintechnischem Gerät eingebunden werden. Der Großteil der Ausrüstung stammt aus dem Ausland, da die Fertigung von Endgeräten in Mexiko schwach ausgeprägt ist. (Kontaktadressen)