Meldung
26.10.2017

Medizintourismus in Rumänien lässt Dentalimporte steigen

In vielen westlichen Ländern müssen Patienten einen großen Teil der Kosten für zahnmedizinische und -ästhetische Eingriffe selbst übernehmen. Deshalb entscheiden sich einige für eine preiswertere Behandlung in Osteuropa, beispielsweise in Rumänien. Das hat Auswirkungen auf den Bedarf und die Einfuhr zahnmedizinischer Produkte.

Flagge Rumänien; Quelle: fotolia.com/Bernard GIRARDIN
© Quelle: fotolia.com/Bernard GIRARDIN

Nach Angaben des Informationsdienstes Creditinfo Romania ist der rumänische Markt für zahnmedizinische Dienstleistungen 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent gestiegen – auf etwa 250 Millionen Euro. Das liegt vor allem am Medizintourismus. Für viele Ausländer sind die Preise für zahnmedizinische Behandlungen in Rumänien vergleichsweise günstig. Gleichzeitig ziehen auch die recht hohen Qualitätsstandards ausländische Patienten an. Nach Einschätzung von Fachleuten beläuft sich der Medizintourismusmarkt derzeit auf rund 300 Millionen Euro und soll in den kommenden Jahren um bis zu 20 Prozent wachsen. Neben regulären Vorsorgemaßnahmen und Eingriffen lassen sich internationale Patienten auch Implantate sowie Spangen einsetzen oder ästhetische Korrekturen durchführen. Was den Markt zusätzlich beeinflusst: Auch das Bewusstsein der rumänischen Bevölkerung für Zahngesundheit nimmt zu, insbesondere in den Städten. Das hängt nicht zuletzt mit den steigenden Einkommen im Land zusammen. 

Bei zahnmedizinischen Produkten ist Rumänien weitgehend auf Importe angewiesen. Beliefen sich die Gesamteinfuhren im Jahr 2010 noch auf etwa 75 Millionen Euro, liegen sie aktuell bei fast 136 Millionen Euro. Deutschland ist das Hauptlieferland. Zahnmedizinische Instrumente, Apparate und Geräte sind mit einem Anteil von über 40 Prozent die gefragteste Produktgruppe, gefolgt von Röntgenapparaten und -geräten sowie chirurgischen Möbeln.

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