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10.08.2017

GTAI-Special: Ausländische Infrastrukturprojekte als Chance nutzen

Mit der wachsenden Weltbevölkerung steigt vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern der Bedarf an Infrastruktur. Deutschen Unternehmen bieten sich dadurch vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten. Allerdings ist ein Mitwirken bei internationalen Großprojekten besonders für kleine und mittelständische Hersteller oft mit einigen Hürden verbunden. Ein neues Angebot von Germany Trade & Invest (GTAI) erleichtert es KMU, Chancen und Risiken für eine zukünftige Beteiligung abzuschätzen.

Logo: GTAI

Dazu analysieren und bewerten GTAI-Experten aktuelle Projekte in verschiedenen Infrastruktursektoren in 15 ausgewählten Zielmärkten, darunter unter anderem Ägypten, Argentinien, Indien, Kasachstan, Nigeria, die Vereinigten Arabischen Emirate und Vietnam. Neben klassischen Sektoren wie Verkehr, Energie und Umwelt finden sich unter „sonstige Sektoren“ auch zahlreiche Projekte aus der Gesundheitswirtschaft.

Ein wichtiges Beispiel ist der Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In den letzten Jahren wurden vor allem in den Metropolen Abu Dhabi und Dubai eine Vielzahl privater Kliniken gebaut. Zukünftig will Dubai auch den Betrieb einzelner Abteilungen, wie Labore oder Röntgenstationen, staatlicher Krankenhäuser und anderer medizinischer Einrichtungen privatisieren. Auch in Indonesien tut sich im Klinikbau viel: Zum Jahresbeginn 2014 wurde eine allgemeine Krankenversicherungspflicht eingeführt, die bis 2020 die gesamte Bevölkerung erfassen soll. Da demzufolge immer mehr Indonesier Gesundheitsdienstleistungen nachfragen, müssen auch dort zahlreiche neue Kliniken errichtet werden. Laut Gesundheitsministerium eröffneten zwischen 2011 und 2015 rund 460 neue private Allgemeinkliniken. Langfristig dürften weiterhin jedes Jahr 100 bis 200 neue Krankenhäuer hinzukommen. Rumänien ist ein weiteres Land, in dem nachhaltige Investitionen erwartet werden. Der dortige Gesundheitssektor soll grundlegend ausgebaut werden. Das aktuelle Regierungsprogramm sieht den Bau von neun Großkrankenhäusern in Bukarest vor, drei weitere Regionalkrankenhäuser werden aus EU-Fördermitteln finanziert. Außerdem soll ein neuer Staatsfonds im Krankenhausbau eingesetzt werden.

Neben Informationen über diese und andere Projekte bietet das GTAI-Special eine Übersicht zu den allgemeinen Rahmenbedingungen und Finanzierungsmodellen in den genannten Zielmärkten. Unternehmen finden für die jeweiligen Länder eine Zusammenstellung der wichtigsten Kontakte, Veranstaltungen und Internetadressen. Neben der herausragenden Produktqualität werden im Ausland vor allem die Beratungs- und Servicekompetenz deutscher Unternehmen geschätzt. „Wir stellen immer wieder fest, dass im Ausland deutsche Tugenden wie Know-how, Zuverlässigkeit, Präzision, hohe Arbeitsmotivation, offener und transparenter Umgang mit Änderungen und Risiken sehr gefragt sind“, bestätigt Oliver Badde, Geschäftsführer der THOST Projektmanagement GmbH, im Interview mit GTAI. Deutschen Unternehmen, die sich erfolgreich an Infrastrukturprojekten im Ausland beteiligen wollen, rät er, neben dem Leistungsangebot unbedingt auch übergeordnete Qualitätskriterien wie Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Rentabilität herauszustellen.

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