Meldung
08.08.2017

China investiert in seinen Pharmamarkt

Die Volksrepublik China gehört zu den wichtigsten Exportmärkten für die deutsche Arzneimittelindustrie. Derzeit expandiert der chinesische Gesundheitssektor gewaltig und die Regierung forciert Investitionen in eine effiziente Produktion. Deutsche Hersteller haben gute Marktchancen, müssen sich mittelfristig aber auch auf einen erhöhten inländischen Wettbewerb einstellen.

Chinesische Flagge
© istockphoto.com/ Alexander Gatsenko

Der Umsatz der pharmazeutischen Industrie in China legte 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent zu und erreichte im ersten Quartal 2017 ein Plus von elf Prozent. Auch die Investitionen in der Branche stiegen in China im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent und damit doppelt so stark wie in der gesamten verarbeitenden Industrie. Auch 2017 dürften die Investitionen in den Pharmamarkt zwischen acht und zehn Prozent wachsen. Ausschlaggebend für die Entwicklung sind vor allem die rapide Alterung der chinesischen Bevölkerung und ein Anstieg chronischer Krankheiten aufgrund veränderter Ernährungsweisen und eines modernen Lebensstils. Von der steigenden Nachfrage profitieren nicht nur deutsche Arzneimittelunternehmen, sondern auch Hersteller von Produktionsanlagen sowie Verpackungs- und Dosiermaschinen.

Trotz positiver Marktaussichten sollten deutsche Unternehmen auch die lokale Arzneimittelproduktion Chinas im Auge behalten. Noch ist die inländische Pharmaindustrie zwar international nicht konkurrenzfähig. Chinas Regierung ist jedoch bemüht, die Qualität der Medikamentenproduktion und das Vertrauen der Patienten in die inländischen Pharmahersteller zu erhöhen.

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